Ganze Ruinenfelder
Kreml-Sprecher: Kriegsziele „zum Teil erreicht“
Seit über 14 Monaten wehrt die Ukraine eine russische Invasion ab, Schwerpunkt der Kampfhandlungen ist seit Monaten die Stadt Bachmut im Gebiet Donezk. Vor diesem Hintergrund hat der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, erklärt, dass Moskau seine Ziele in der Ukraine zum Teil erreicht habe. Zusatz: „Aber bei Weitem noch nicht alle“.
Angeregt unterhielt sich Putins Vertrauter Peskow mit Journalisten des Fernsehsenders „ATV“ aus Bosnien und Herzegowina. Bei dem Gespräch drehte sich, wie zu erwarten war, alles um den Ukraine-Krieg. In dem bereits seit über einem Jahr andauernden Krieg habe Russland seine Ziele „teilweise erreicht“. Aber es seien noch nicht alle Aufgaben „zum Schutz der Bewohner des Donbass“ gelöst.
„Wir kämpfen nicht“
Zu den bescheidenen Erfolgen der russischen Streitkräfte in der Ukraine meinte der Spitzendiplomat: „Ihr fragt euch, warum die Russen so langsam agieren? Das liegt daran, dass die Russen nicht kämpfen, wir kämpfen nicht. Krieg zu führen ist etwas gänzlich Anderes. Dabei würden die Infrastruktur und die Städte komplett zerstört. Das machen wir nicht.“
Äußerst blutiger Krieg
Wie realitätsfern diese Aussage ist, belegen die täglich aus der Ukraine eintreffenden Meldungen. Der Krieg hat ein gewaltiges Ausmaß an Zerstörungen herbeigeführt, auch Wohnhäuser und zivile Infrastruktur sind betroffen. Im Netz kursierende Videos sollen den Abwurf von hochgiftigen Phosphorbomben über Bachmut zeigen.
Ihr Einsatz gegen Zivilpersonen ist laut dem Genfer Abkommen verboten und wäre somit ein Kriegsverbrechen. Städte wie Mariupol, Sjewjerodonezk und Bachmut haben sich infolge des russischen Eroberungskriegs in Ruinenfelder verwandelt. Tausende ukrainische Zivilisten sind bereits gestorben.
Keine großen Geländegewinne
Schon im vergangenen Herbst nach einer Reihe von Niederlagen in dem von ihm befohlenen Krieg hatte Kremlchef Wladimir Putin erklärt, Russland habe noch gar nicht angefangen, Krieg zu führen. Die Worte wurden als Drohung aufgefasst, den Konflikt weiter zu eskalieren - auch angesichts einer Teilmobilmachung. Dennoch ist es Russland im Laufe der Winterkampagne nicht geglückt, größere Geländegewinne zu erzielen.






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