Wie gehen Nachbarländer mit dem heimischen Großraubwild um? Schafzüchter werden im Friaul sogar gewarnt, wenn sich ein Bär nähert.
Während bei uns Politik und Behörden im Umgang mit Bär und Wolf eigene Wege gehen und Betroffene mit ihren Sorgen und Nöten im Stich lassen, zeigen unsere Nachbarn in Italien und Slowenien vor, wie man mit Großraubwild professionell umgehen kann.
Erst vor wenigen Tagen wurde etwa bei Tolmezzo (Italien) ein 250 Kilogramm schwerer Bär eingefangen und mit einem Senderhalsband wieder freigelassen. Den 15 Jahre alten Braunbären kennt man im Friaul unter dem Namen „Francesco“ und er war auch schon in Kärnten unterwegs.
Monitoring als Lösung?
„Die GPS-Sender liefern uns wichtige Daten, die uns den Umgang mit den Tieren erleichtern“, so der Tarviser Paolo Molinari: „Dank der Positionsdaten können wir auch Schafzüchter warnen, wenn sich der Bär ihrer Herde nähert.“ Italien und Slowenien betreiben aktives Monitoring und Forschung. In Kärnten werden lediglich Proben bei Rissen und Schäden genommen. Molinari: „Bauern und Nutztiere liegen uns genauso am Herzen wie die Wildtiere, daher suchen wir nach Lösungen für Probleme und versuchen nicht, die Tiere einfach zu töten.“
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