
Wie ein Keulenschlag trifft die Inflation Österreich mit 9,8 Prozent im April. Damit ist die Geldentwertung erneut angestiegen und deutlich höher als in Deutschland (7,2%). Die EZB bekommt die selbst verschuldete Teuerung mit der neuerlichen Zinsanhebung um 0,25 Prozent nicht in den Griff. Wifo-Experten rechnen bereits mit einer Jahresinflation von über 7 Prozent für 2023. Als einzig wirksamer Inflationsschutz erweist sich Gold. Der Goldpreis liegt mit 2050 Dollar je Unze nahe am Allzeithoch von 2071. Seit den späten 90er-Jahren, als Gold noch bei 250 Euro stand, empfehle ich Gold als Anlage - auch jetzt.
Denn Gold hat seit der Römerzeit seine Kaufkraft erhalten. Eine Goldunze bezahlte der römische Senator für seine feine Toga so wie heute der Minister für seinen Maßanzug. Als 1932 in den USA Gold 20,62 Dollar kostete, konnte man sich für 20 Unzen (= 410 Dollar) einen Ford kaufen. Heute bekommt man für 20 Unzen Gold (= 41.000 Dollar) einen Ford SUV.
Gold kann man privat in Münzform oder Barren aufbewahren, damit es vor Bankräubern oder Verboten sicher ist. Staatliche Goldverbote gab es im alten Rom ebenso wie im antiken Sparta, China, Indien, in der Weimarer Republik, aber auch in den USA von 1933 bis 1974. Immer dann, wenn die Staatskassen leer waren, gierten die Regierenden nach dem Edelmetall der Regierten. De facto gilt einst wie jetzt: Wer Gold nur auf der Bank bunkert, kann im Krisenfall einfach enteignet werden.








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