Dieser Lebenslauf kann sich sehen lassen! Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man bei Charles glatt meinen, er käme aus einer Künstlerfamilie - oder zeigt er uns ganz einfach, dass Blaues Blut und Zeit für Selbstverwirklichung sich nicht zwingend ausschließen?
In den 74 Jahren vor seiner bevorstehenden Krönung war Prinz Charles keineswegs „arbeitslos“. Bereits 1988 wirkte er als Drehbuchautor für eine Dokumentation der BBC mit. Der Film „A Vision of Britain“, aber auch das später erschienene, gleichnamige Buch sind fesselnde Abhandlungen über die Bausünden der modernen Architektur.
Egal ob architektonische Strömungen, die Landwirtschaft, oder der Umweltschutz - der junge Prinz interessierte sich immer schon für seine Umgebung und Nachhaltigkeit.
Charles - ein Macher
Die Veränderungen die er sich wünscht, weiß er auch selber gut umzusetzen. Auf dem Grundstück seines Landsitzes Highgrove beispielsweise betreibt er unter anderem einen eigenen Biolandbau. Sein Werk „Harmonie: Eine neue Sicht unserer Welt“ (von 2010) wurde sogar verfilmt und soll verbessender Leitfaden dafür sein, wie Menschen besser mit der Umwelt umgehen. Das Beste daran? Charles übernimmt in der Doku sogar selbst den Part des Erzählers!
Bei all diesen großen, teils schweren Themen hat er aber nicht vergessen an die Kleinen der Gesellschaft zu denken. „The old man of Lochnagar“, die Geschichte eines älteren Männes der in einer Höle hauste. Wurde sogar zum Kinderbuch, Film und Musical!
Ein Stück royale Geschichte zum Aufhängen
Zwischen dem Einlesen von Gedichten, Co-Schreiben von ganzen Büchern und den alltäglichen Prinzen-Aufgaben, findet er immerhin noch Zeit sich der Malerei zu widmen. Mit Aquarellfarben malt er hier meistens Landschaften oder Herrenhäuser. 79 dieser fertigen Stücke konnte man 2021 in London sogar in einer Galerie besichtigen.
Ob er in Zukunft als König noch immer so viel Zeit für seine privaten Interessen hat, oder ob dies die letzte Ausstellung vom royalen Kreativen war, wird sich zeigen - wir hoffen es natürlich nicht!
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