Nach US-Vorwürfen

Ahmadinejad: “Die Amerikaner sind Terroristen”

Ausland
16.10.2011 13:42
Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat zum ersten Mal seit den US-Vorwürfen über ein angebliches terroristisches Komplott Stellung bezogen. Nicht der Iran, sondern die USA seien Terroristen, sagte Ahmadinejad in einer Rede vor Studenten am Sonntag laut der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA.

"Der Iran ist eine Kulturnation und hat eine Zivilisation und braucht sich nicht auf den Terrorismus zu berufen", sagte Ahmadinejad. In Richtung der Washington fügte er hinzu: "Die Kultur des Terrorismus gehört euch."

Die US-Regierung wirft "Elementen der Regierung" in Iran vor, einen Mordkomplott gegen den saudischen Botschafter in Washington geplant zu haben. Der iranische Präsident erklärte, diese Anschuldigungen seien nur vergebliche Bemühungen, Fortschritt und Entwicklung im Iran zu behindern. Der iranische Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei hatte die Vorwürfe zuvor als "dumm" bezeichnet.

Chavez: "Vorwürfe erfunden"
Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat sich am Wochenende auf die Seite des Iran gestellt und die US-Vorwürfe "erfunden" genannt. Er warnte allerdings zugleich davor, sein Land könnte von den Amerikanern nun als Komplize des Iran gebrandmarkt werden. Venezuela und der Iran haben ihre Beziehungen in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut und widersetzen sich den USA gemeinsam.

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