"Das ist unwahr"

GB: Riesenwirbel um “Luftballon-Verbot” der EU

Ausland
13.10.2011 11:40
Die bereits im Jahr 2009 erneuerte EU-Sicherheitsrichtlinie für Spielzeug sorgt derzeit für gehörig Wirbel. Am Mittwoch meldeten britische Medien, dass demnach Kinder unter acht Jahren keine Luftballons aufblasen oder Spielzeugtröten benutzen dürften. "Das ist komplett unwahr", erklärte die EU-Kommission dazu am Donnerstag. Es gehe lediglich um Warnhinweise, um Unfälle zu vermeiden. Kinder dürften sehr wohl selbst Luftballons aufblasen - sollten dies aber nur unter Aufsicht tun.

In den von der EU-Kommission erstellten - und nicht verpflichtenden - "erläuternden Leitlinien" zur EU-Spielzeug-Sicherheitsrichtlinie heißt es: "Ballons aus Latex müssen mit einem Warnhinweis versehen sein, dass Kinder unter acht Jahren beaufsichtigt werden müssen und defekte Ballons zu entsorgen sind." 

Auch in den USA gebe es ähnliche Vorschriften. Nach Angaben der US-"Consumer Product Safety Commission" seien vor allem Latex-Ballons für tödliche Erstickungsfälle bei Kindern verantwortlich. Stärkere Plastikballons müssten den Warnhinweis nicht tragen.

Warnhinweis soll Erstickungen verhindern
Die EU-Kommission erklärte, der Vorschlag zur Anbringung des Warnhinweises sei infolge von Unfällen aufgenommen worden, bei denen es auch tödliche Verletzungen gegeben habe. Nach Angaben des britischen "Child Accident Prevention Trust" werden etwa in Großbritannien jedes Jahr mehr als 15.000 Kinder unter fünf Jahren und weitere 10.000 Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren in Notambulanzen mit Erstickungsanfällen behandelt. Nur die Hälfte der Unfälle sei auf Essen zurückzuführen. 

In Österreich ist die Spielzeug-Sicherheitsrichtlinie der EU übrigens seit 20. Jänner 2011 in Gesetzesrang, seit 20. Juli gilt sie bundesweit.

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