Die Tat schockierte viele im ganzen Land. Drei Männer sollen in Oberösterreich eine Eulen-Familie beschossen und getötet haben. Die Verdächtigen in Pram behaupten nun aber, auf Krähen geschossen zu haben.
Drei Männer hatten Sonntagabend auf einer Wiese in Pram einen Birnbaum umstellt und mit Schrotflinten (darunter ein halbautomatisches Gewehr) in die Baumkrone gefeuert. Wie berichtet, fotografierte ein Zeuge das Treiben. Das Trio bemerkte den Mann jedoch und entfernte sich daraufhin fluchtartig.
Zeuge entdeckte anschließend den Kadaver
Als der 36-Jährige am Baum nachsah, fand er dort ein zerschossenes Vogelnest sowie die Kadaver einer erwachsenen Waldohreule und deren vier Küken. Der Zeuge, der selbst Jäger ist, alarmierte die Polizei.
Er meldete, dass ein Einheimischer (67) und dessen Söhne (36 und 31) die Greifvogel-Familie getötet hätten. Besonders pikant daran: Einer der Söhne soll sogar ein beeidetes Jagdschutzorgan sein, dessen Aufgabe es eigentlich wäre, die Einhaltung der jagdrechtlichen Bestimmungen zu überwachen und Verstöße anzuzeigen.
Die Verdächtigen leugnen die Tat
Am Dienstag wurden die Verdächtigen - alle drei sind Jäger - von der Polizei einvernommen. Sie gaben zwar zu, dass die sichergestellten Patronenhülsen von ihnen stammen, bestreiten aber, auf das Eulennest geschossen zu haben.
Ihre Rechtfertigung: Im Zuge einer Jagdausbildung mit dem Hund hätten sie in der Nähe eines Bauernhofs Krähen gesichtet. Mit diesen Vögeln soll es in der Vergangenheit dort bereits Probleme gegeben haben. Eine getötete Krähe wollen sie im Sammelcontainer der Tierkörperverwertung entsorgt haben.
Allerdings: Auch Krähen stehen derzeit unter Schutz. Über die Verdächtigen wurde ein vorläufiges Waffenverbot verhängt, auch ihre Flinten wurden sichergestellt.
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