Ein 32-Jähriger muss sich wegen Nötigung, gefährlicher Drohung und versuchter Zwangsheirat vor Gericht verantworten.
Der Status „Es ist kompliziert“ trifft auf den oben genannten Fall ziemlich genau zu. Es geht um einen schwer verliebten und heiratswilligen Iraker. Das Objekt der Begierde, ist die Tochter einer Landsmännin, die er vom Deutschkurs kennt. Letztere hatte dem Mann das Mädchen wohl versprochen. Einer Heirat angeblich zugestimmt, wenn dieses 18 Jahre alt ist. Um die Mutter und seine Zukünftige zu beeindrucken, greift der Verliebte tief in die Geldtasche und überhäuft die Damen mit teuren Geschenken, Gold und Geld. Doch Amors Pfeil prallt an der Angebeteten ab. Als der Iraker erfährt, dass sie einen anderen im Visier hat, zieht er neue Saiten auf. Er verfolgt die Frauen beharrlich und macht den Damen unmissverständlich sein Anrecht auf die Eheschließung klar.
Gefährliche Drohung und versuchte Zwangsheirat
Laut Anklageschrift soll er seiner Zukünftigen gegenüber erklärt haben, diese mit Säure an zuschütten und zu verbrennen, wenn sie jemand anderen heirate. Ebenso werde er ihre Mutter töten. Der Schuss geht allerdings nach hinten los. Denn nun sitzt der Gehörnte vor Gericht und muss sich wegen schwerer Nötigung, gefährlicher Drohung und versuchter Zwangsheirat verantworten.
Während die Mutter der jungen Frau bestreitet, vom Angeklagten jemals Geld-, Gold- oder andere Geschenke über mehrere tausend Euro bekommen zu haben, behauptet dieser das Gegenteil und legt Kontoauszüge vor. „Mein Mandant fühlt sich als Opfer, nicht als Täter“, führt sein Verteidiger Heinz Koller ins Treffen. Weshalb sich der Angeklagte weiterhin im Recht fühlt und auf die Eheschließung mit der Versprochenen pocht. Der Prozess wurde vertagt.
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