MuseumsQuartier

Umbau im „Wohnzimmer“

Kultur
25.04.2023 12:57

Das MuseumsQuartier stellt 2023 mit „MQ goes Green“ ökologische und gesellschaftsrelevante Schwerpunktthemen, den 300. Todestag von Johann Bernhard Fischer von Erlach sowie die Neuausrichtung des Artist-in-Residence-Programms in den Fokus.

Für 2023 wird erstmals ein ganzjährig kuratiertes Programm sowohl im Innen- als auch im Außenbereich entwickelt. „Als Kulturinstitution nehmen wir zudem eine Vorbildwirkung ein und werden Maßnahmen hin zu einem grünen Kulturquartier setzen, die die Transformation unserer Gesellschaft auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene unterstützen“, so MQ-Direktorin Bettina Leidl. Mit dem Slogan „MQ goes Green“ definiert das MQ zentrale Herausforderungen und Ziele für ein klimaneutrales Kulturareal bis 2030: umweltbezogene künstlerische Projekte, aber auch einen ressourcenschonenden Betrieb. „Als das ,Wohnzimmer der Stadt‘ mit fünf Millionen Besuchern im Jahr möchte ich ,mein‘ MQ als Kunstareal noch sichtbarer machen und mich um eine stärkere Vernetzung mit den umliegenden Institutionen bemühen“, so Leidl.

Künstlerin Judith Fegerl wird mit „converter“ (ab 25. Mai) ein Skulpturenprojekt im Haupthof umsetzen. Das „Haus des Baumes“ (ab 6. Juni) des Künstlers Johannes Franz-Figeac zeigt als begehbare Kunstinstallation am Vorplatz das spannungsgeladene Verhältnis des Menschen zur Natur und die Bedeutung des Waldes in Zeiten des Klimawandels.

Um Transformationen auch auf sozialer und ökologischer Ebene zu beleuchten, wird im Haupthof der ukrainische Beitrag zur 59. Venedig Biennale 2022 „The Fountain of Exhaustion“ (ab Mitte Juni) von Pavlo Makov zu sehen sein.

Zum 300. Todestag von Johann Bernhard Fischer von Erlach wird die Architektur der Hauptfassade im Mittelpunkt stehen: In dieser wurden einst 40 Nischen geplant, die 300 Jahre später künstlerisch gestaltet werden (8. September 2023 bis 25. August 2024): Das MuseumsQuartier hat sechs in Wien lebende Künstler eingeladen, ein Konzept für jeweils drei Nischen, links und rechts des Mitteltrakt, zu entwerfen. Im Frühjahr werden aus den eingereichten Arbeiten zwei Projekte für die Umsetzung ausgewählt. Die zeitgenössischen Interventionen werden für ein Jahr die Nischen in der Fassade des MQ prägen und barocke Architektur mit zeitgenössischer Kunst verknüpfen.

Dem Motto Joseph Beuys„ “Hier Bäume pflanzen! (1983)" folgend, werden in einem an Landschaftsplaner und -architekten gerichteten geladenen Wettbewerb Lösungen für eine Begrünung der Außenflächen gesucht.

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