Trotz Wahlniederlage

SPÖ-Vorstand hält weiter an David Egger fest

Salzburg
24.04.2023 22:38
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Der Landesparteivorstand der Salzburger SPÖ hat am Montagabend David Egger einstimmig als Parteichef bestätigt. Egger hatte bereits am Wahlabend betont, Parteivorsitzender in Salzburg bleiben zu wollen. Er stellte seinen Posten aber zur Disposition - das Stellen der Vertrauensfrage ist ein bei Verlusten übliches Prozedere in der SPÖ. 

In die Vorverhandlungen werden neben David Egger der Salzburger AK-Präsident Peter Eder, der Klubvorsitzende im Landtag, Michael Wanner, und die Geschäftsführerin des SPÖ-Landtagsklubs Dagmar Karl, gehen. „Wir freuen uns auf die Sondierungsrunde und konstruktive Gespräche. Wir haben schon im Vorhinein gesagt, dass wir bereit sind, Verantwortung für das Bundesland zu übernehmen“, betonte Egger.

Er habe gemeinsam mit dem Landtagsklub und Experten in den vergangenen Wochen und Monaten viel Zeit darauf verwendet, dass sich die Partei in möglichen Koalitionsgesprächen mit konstruktiven Lösungsvorschlägen einbringen könne. Sei es beim Kampf gegen die teuren Wohnungspreise, beim Klimaschutz oder bei Marktversagen, wie Egger es bei der Salzburg AG sieht. Der Landesenergieversorger war im Wahlkampf wegen Strompreiserhöhungen in der Kritik gestanden. Inhaltlich werde er ÖVP-Landeshauptmann Wilfried Haslauer aber vor den Sondierungsgesprächen keine Wünsche oder Forderungen ausrichten, so Egger. „Das wäre nicht mein politischer Stil.“

Beim Parteivorstand am Abend wurde mithilfe eines Meinungsforschers auch die Wahlschlappe vom Sonntag analysiert. „Ein Minus ist ein Minus“, sagte Egger. „Das kann man nicht schönreden. Wir werden professionell aufarbeiten, wo Fehler passiert sind und was in Zukunft besser gemacht werden muss. Ziel ist es, dass die SPÖ wieder stärker wird. Dazu gehört auch eine ordentliche Fehleranalyse.“ Die SPÖ hatte in Salzburg ein Minus von 2,2 Prozentpunkten eingefahren, mit 17,9 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis erzielt und wurde erstmals nur mehr Dritte hinter der FPÖ.

Sondierungsgespräche mit ÖVP

Wie Egger zeigt sich heute auch sein Stellvertreter in der Partei, Peter Eder, überzeugt, dass es zu einem Gespräch auf Augenhöhe mit der ÖVP kommen werde. „Es braucht für die Lösung der aktuellen Probleme einen Schulterschluss von mehreren Kräften“, betonte der AK-Präsident. „Wir haben mit dem Wohnen ein Problem, eines in der Pflege, wir sehen die Problematik in Bildung und Elementarpädagogik und im Verkehr. Es gibt extrem viel zu tun.“ Man müsse aber schauen, mit wem Haslauer nach den Sondierungsgesprächen in engere Verhandlungen treten möchte.

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