Botschaft alarmiert

Tirolerin von ihrem Guru-Gatten in Indien misshandelt

Tirol
11.10.2011 11:27
Die Ehe-Hölle auf Erden hat eine nach Indien ausgewanderte und zum Hinduismus konvertierte Tirolerin erlebt. Keine elf Tage nach der Hochzeit in Aligarh mit einem "heiligen" Guru soll die 34-jährige Claudia S. von ihrem um 30 Jahre älteren Mann schwer misshandelt worden sein – weil sie den Tempel nicht geputzt hatte. Peter Launsky-Tieffenthal, Sprecher des Außenministeriums, erklärte am Dienstag, dass die Österreicherin am 5. Oktober der Botschaft in Neu Delhi eine Nachricht hatte zukommen lassen, in der sie um Hilfe bat.

Demnach erklärte die Frau, von ihrem Mann "wie eine Sklavin gehalten" - wie lokale Medien Polizei-Sprecher S. A. Chanduk zitierten - sowie eingesperrt worden zu sein. Daraufhin wurde sie über Vermittlung der Botschaft von Sicherheitskräften befreit und zur diplomatischen Vertretung nach Neu Delhi gebracht, wo sie vorübergehend wohnen konnte. Vom Vertrauensarzt der Botschaft wurden blaue Flecken am Rücken und im Gesicht der Frau festgestellt.

Man habe versucht, sie davon zu überzeugen, nach Österreich zurückzukehren, sagte Launsky-Tieffenthal. Das wollte die Frau aber nicht, sie sei aber am Montag zu einer Freundin nach Südindien gereist. Eine Anzeige gegen ihren Mann hatte die Österreicherin abgelehnt, da sie keine Schritte gegen ihn einleiten wollte.

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