Die Herkunft der Lebensmittel wird Konsumenten immer wichtiger. Doch auch Hersteller wollen klare Verhältnisse, wie eine Klage der Tiroler Privatbrauer gegen die Brau Union Österreich unterstreicht. Die zum Heineken-Konzern gehörende Brauerei zog dabei vor Gericht sogar den Kürzeren.
Woher kommt das, was ich esse oder trinke? Immer mehr Menschen wollen auf diese Fragen auch Antworten. Großküchen sind ab 1. September in Österreich verpflichtet, gut sichtbar die Herkunft von Fleisch, Eiern und Milch, sowie Milchprodukten auszuloben.
Der Transparenz hat sich Gourmetfein längst verpflichtet: Die Michaelnbacher weisen auf ihrem Leberkäse und ihren Fleischprodukten aus, von welchem Bauernhof das darin verarbeitete Fleisch stammt. „Es ist nicht einzusehen, dass zwar auf jedem T-Shirt das Herkunftsland im Etikett verzeichnet wird, aber dass es bei Nahrungsmitteln nicht der Fall sein soll, möglichst viel Einblick zu geben“, sagt Gourmetfein-Chef Fritz Floimayr.
Nachschärfen musste da auch die Brau Union Österreich. Im Visier: die wiederbelebte Marke „Bürgerbräu Innsbruck“. Das Bier wird in Osttirol hergestellt, was aber zu wenig herausgestrichen wurde. Die Folge: Die Tiroler Privatbrauer klagten gegen die irreführende Angabe - und bekamen Recht.
Logo wurde adaptiert
Die von Klaus Schörghofer geführte Brau Union zog nach dem Urteil die alte Ware ein und adaptierte das Logo. „Das Innsbrucker Wappen wurde dabei durch ein fiktives Wappen ersetzt, der Braustandort Lienz hervorgehoben“, erklärt Sprecherin Gabriela Straka.
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