Täter ist 17 Jahre alt

Gesicht des Opfers grundlos zu Brei geschlagen

Oberösterreich
18.04.2023 18:30

Beide Augenhöhlen gebrochen, ebenso beide Kieferhöhlen. Motiv: „Ich hatte Wut auf meine Schwester und hab’ sie an ihm ausgelassen!“ Vor Jugendrichter Walter Eichinger wollte der 17-jährige Russe nicht als gewalttätig dastehen.

Er erklärte, dass er eigentlich meistens unschuldig gewesen sei – obwohl ihm ein halbes Dutzend Einbrüche, Raufereien und Zündelei vorgeworfen wurden. Und weil er nach einer bedingten Verurteilung wegen eines Einbruchs gleich danach bei einem „Halloween-Video“ in Linz dazuschrieb „Silvester wird schlimmer“ und dann dem Burschen das Gesicht zu Brei schlug, meinte der Richter: „Ihnen sind staatliche Autoritäten egal. Die drei Monate bedingt empfanden Sie als Freispruch.“

Antigewalttraining und sechs Monate Haft
Warum er den Bursch verprügelte? Er fühle sich für die kleine Schwester verantwortlich, sagte der Angeklagte, der Boxtraining absolviert hatte. Die 14-Jährige hatte von der Mutter das Verbot erhalten, ins Shopping Center zu gehen. Auf das Opfer hätten alle gezeigt, als er fragte, wer mit der Schwester unterwegs war.

Urteil: 18 Monate Haft, davon sechs unbedingt, Anti-Gewalt-Training, 3000 Euro Schmerzensgeld.

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