Keine Motorsäge, kein Sturm, kein Blitzschlag: In Seewalchen am Attersee (OÖ) hat ein Biber eine stattliche Trauerweide auf dem Gewissen. Der tierische Nager nagt sich damit direkt ins Dorfgespräch und beschert der Gemeinde ungeplante Kosten.
„Ich werde mich sicher nicht auf die Lauer legen und das Tier töten. Auch wenn es wirklich schade ist um die Trauerweide, denn der Baum hat viel Schatten gespendet.“ Gerald Egger, Bürgermeister von Seewalchen, hat den Übeltäter schnell gefunden. Ein Biber hat im Strandbad von Seewalchen sein Unwesen getrieben, einer Trauerweide großen Schaden zugefügt.
Der Baum muss bis zur Veranstaltung „Advent am See“ gefällt werden. Das Sicherheitsrisiko für die Gäste sei zu groß. „Ich habe mit fünf Tierexperten gesprochen und vier verschiedene Antworten bekommen“, erzählt Egger schmunzelnd.
Klar ist nur: Biber nutzen die Rinde und feinen Äste als Nahrung und wetzen an den Stämmen gleichzeitig ihre ständig nachwachsenden Zähne. Für die restlichen Bäume im Strandbad wurden schon Vorkehrungen mit Zäunen getroffen.
Jung und Alt legt zusammen
Der Verlust der Trauerweide soll aber nicht das letzte Kapitel sein. Seniorenbund und Junge ÖVP wollen gemeinsam die Kosten für einen neuen Baum übernehmen. Damit soll der Ärger schnell vergessen werden und die Badegäste im Sommer ein schattiges Plätzchen haben.
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