Will Unschuld beweisen
Kaili: „Ohne Freispruch nie zurück in die Heimat“
Die unter Korruptionsverdacht stehende ehemalige Vizepräsidentin des Europaparlaments, Eva Kaili, will ohne Freispruch nicht nach Griechenland zurückkehren. „Wenn ich es nicht schaffe, die belgische Justiz zu überzeugen, dass ich unschuldig bin, werde ich nie in mein Heimatland zurückkehren“, so Kaili am Samstag. Die belgische Justiz hatte ihr am Freitag nach knapp vier Monaten erlaubt, das Gefängnis unter Auflagen zu verlassen.
Sie muss nun mit elektronischer Überwachung in Hausarrest bleiben. „Ich werde nie gestehen, dass ich die Menschen verraten habe, die mich mit ihrer Stimme geehrt haben“, fügte Kaili hinzu. Den ersten Abend unter Hausarrest verbrachte Kaili mit ihrer Tochter in ihrer Wohnung in Brüssel, sagte ihr Rechtsanwalt Michalis Dimitrakopoulos. „Sie möchte (nach dem Ende des juristischen Verfahrens) wieder an den Tagungen des Europaparlamentes teilnehmen“, so Dimitrakopoulos weiter.
In dem Ende vergangenen Jahres öffentlich gewordenen Skandals geht es um mutmaßliche Einflussnahme auf Entscheidungen des EU-Parlaments durch die Regierungen von Katar und Marokko. Die Staatsanwaltschaft wirft Kaili und anderen Beschuldigten Korruption, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor.
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