Eigentlich wollte Ursula Willert aus Leopoldsdorf bei Wien ein paar Tage in Bad Gastein entspannen. Die Sperrung des Tauernbahntunnels hat der Niederösterreicherin die Urlaubspläne vereitelt: „Ich habe meine Reise mit dem Zug storniert, weil mir das viele Umsteigen zu umständlich ist.“ Wegen Instandhaltungsarbeiten der beiden Tunnel ist die Tauernschleuse bis 17. Mai gesperrt. Zwölf Minuten braucht der Autozug, der eine Direktverbindung der Bundesländer Salzburg und Kärnten ist, gewöhnlich von Bad Gastein nach Mallnitz-Obervellach (Kärnten).
Durch die Umleitung müssen Pendler und Urlauber nun aber einen Umweg von 170 Kilometern und mehr als zwei Stunden in Kauf nehmen. Täglich 120 Züge für den Personen- und Transportverkehr können den Berg nicht queren. Für die Anrainer und ungefähr 100 Pendler haben die ÖBB einen Schienenersatzverkehr und eine Hotline eingerichtet.
Für die Hoteliers Stork aus Bad Hofgastein ist der Zeitpunkt der Sperrung ärgerlich: „Mir wäre sie im Winter lieber“, so Chefin Katharina Stork. Denn viele ihrer Frühjahrsgäste nutzen die Tauernschleuse, um den Alpen-Adria-Radweg zu fahren. „Das wird uns sicher treffen, das tut uns sicher nicht gut“, meint die Hotelierin.
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