GUTEN MORGEN

Babler punktet | Party vorbei

Babler punktet. Man hatte sich ja wirklich gewundert, dass sich für den SPÖ-Parteivorsitz gleich 73 Kandidaten zur Mitgliederbefragung angemeldet hatten. Wer tut sich, fragte man sich, denn so etwas an? Dann wurde eine Hürde eingezogen - nur Kandidaten mit mindestens 30 Unterstützungserklärungen von Parteimitliedern werden zugelassen. Wie nun seit gestern bekannt ist, schrumpfte das Kandidatenfeld für die Befragung der rund 148.000 Mitglieder von 24. April bis 10. Mai von 73 auf drei. Parteichefin Pamela Rendi-Wagner wird mit dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und dem Traiskirchner Bürgermeister Andreas Babler um Platz 1 in der Mitgliedergunst kämpfen. Der linke Bürgermeister hat seinen parteiinternen Wahlkampf bereits begonnen - mit einem Auftritt vor Genossen in der oberösterreichischen Stadt Steyr, einer der wenigen noch verbliebenen SPÖ-Hochburgen. Fast ein Heimspiel des „Arbeiterkindes Babler“ in der Arbeiterstadt Steyr: Dort, wo es noch eingefleischte Rote gibt, kann er sichtlich punkten. Ob er aber als Parteichef auch weit über diesen Kreis hinaus strahlen könnte - höchst zweifelhaft.

Party vorbei. Es war einmal eines der innovativsten Unternehmen der Welt. Mit besonderen Ideen, besonderer Technologie, vor allem aber besonderem Marketing und besonderen Verkaufsmethoden eroberte das US-amerikanische Unternehmen Tupperware (das man in Deutschland lustigerweise eingedeutscht ausspricht) die Welt. Doch die Schüsseln, Behälter und allerlei sonstiges nützliches oder auch weniger nützliches Zeug für die Küche könnten schon bald der Vergangenheit angehören. Das Unternehmen, dessen Produkte auch hierzulande fast jeder kennt und die meisten auch benützen hat über die Jahre den Innovationsgeist verloren, die Zeichen der Zeit nicht erkannt und geriet nun in schwere wirtschaftliche Schieflage. Die einst revolutionäre Vertriebsmethode über Verkaufspartys zieht nicht mehr. Die Party scheint vorbei. Die Schüsseln und Behälter freilich werden uns selbst bei einer Tupperware-Pleite noch lange begleiten - sind sie doch unverwüstlich. Und das Plastik dürfte wohl auch kaum verrottbar sein.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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