Faule Eier im Nest. Qualität von heimischen Bauern - die schätzen die Österreicher das ganze Jahr. Jetzt am Osterwochenende noch ein wenig mehr: Wer möchte schon in seiner Osterjause Produkte, die aus einem anderen Kontinent herbeigekarrt wurden? Schlimm genug, dass Kinder in ihrem Osternest fast nur Spielsachen finden werden, die der Osterhase in Fernost basteln hat lassen. Es bleibt dem braven Hasen ja auch kaum eine andere Möglichkeit, weil Spielzeug längst überwiegend in China produziert wird. Hoffen wir, dass sich der Hase angesichts des unfreundlichen Wetters in der Karwoche und am Osterwochenende keine Erkältung oder gar eine ernstere Erkrankung geholt hat. Denn Medikamente, die sind knapp oder aus - weil bei den zum größten Teil in China oder Indien produzierten Arzneien gefährliche Engpässe herrschen. Längst sind wir in so vielerlei Hinsicht abhängig von weit entfernten, politisch oft höchst unzuverlässigen Partnern. Nun versucht man in der EU auch noch einen Pakt wiederzubeleben, der längst abgewendet schien: Mercosur mit lateinamerikanischen Staaten - um das dort unter höchst bedenklichen Umständen für Mensch, Tier und Umwelt in Massen produzierte Hormonfleisch zu importieren. Und unsere Bauern in noch größere Nöte zu stürzen - wir berichten in der Sonntags-Ausgabe der „Krone“. Ja, es sind in so vielen Bereichen faule Eier, immer mehr Kuckuckseier - die brauchen wir allesamt nicht in unserem Nest!
Krieg abschaffen. Er hat immer noch viel zu sagen, der ehemalige Caritas-Präsident. 18 Jahre lang war Franz Küberl als erster Nicht-Geistlicher Chef der katholischen Organisation. Er hat oft provoziert mit seinen Aussagen und er formuliert weiter pointiert. Küberl, demnächst 70 und seit zehn Jahren als Caritas-Präsident außer Dienst, spricht im Oster-Interview mit Conny Bischofberger unter anderem über den Krieg in unserer Nachbarschaft. Ihn „beeindruckt, dass die Menschen in der Ukraine - in einem von derzeit 51 Kriegen - trotzdem Ostern feiern.“ Und das, wie er sagt, „obwohl sie einen nicht enden wollenden Karfreitag erleben. Wie viele Menschen schwitzen Blut? Unendlich viele. Es werden auch heute Millionen Menschen getötet, also ans Kreuz genagelt.“ Küberl weist in diesem Zusammenhang auf die Osterbotschaft hin, auf den „Sieg des Lebens über den Tod im Kleinen“. Man könne aus Entsetzlichkeiten des Lebens, in die man hineingerät, auch wieder herauskommen. Nicht zuletzt auch aus dem entsetzlichen Kriegsgeschehen. Seine deutliche Ansage - nicht nur in Bezug auf das entsetzliche Geschehen in der Ukraine: „Wer Ostern und die Auferstehung feiert, muss den Krieg abschaffen wollen.“ Danach sieht es leider gerade so gar nicht aus.
Kommen Sie gut durch den Ostersonntag!
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