Di, 21. August 2018

Mängelreigen

29.09.2011 11:50

Autos beim Pickerl heute kaum besser als früher

Autos werden immer größer, immer besser, immer sicherer – und trotzdem haben sie bei der Pickerl-Prüfung offenbar die gleichen Probleme wie früher. Im Vergleich der Jahre 2000 und 2010 gab es nach Angaben einer Prüforganisation sowohl bei der Schwere als auch bei der Art der Mängel kaum Veränderungen.

Geblieben ist auch die Erkenntnis, dass für viele sicherheitsrelevante Mängel weder die Technik noch die Automobilhersteller verantwortlich sind, sondern mangelnde Pflege und Wartung sowie unsachgemäßes Tuning des Fahrzeugs durch den Halter. Das hat die deutsche Fahrzeug-Überwachungsorganisation KÜS bekanntgegeben, die eine Mängelhitliste der von ihr in den letzten zehn Jahren geprüften Pkws erstellt hat.

Insgesamt wurden Daten von mehr als 20 Millionen Fahrzeugen ausgewertet, die während der gesetzlich vorgeschriebenen Hauptuntersuchung überprüft worden sind.

Viele Mängel selbst verschuldet
2000 passierten rund 51 Prozent der von der KÜS geprüften Pkws die Hauptuntersuchung ohne Beanstandung. Zehn Jahre später hatte sich der Anteil an mängelfreien Fahrzeugen leicht auf 53,6 Prozent erhöht. Fast unverändert blieb der Anteil an Fahrzeugen mit geringen Mängeln mit je gut 28 Prozent. Erhebliche Mängel mussten sich vor zehn Jahren knapp 20 Prozent der Pkw testieren lassen, 2010 waren es nur noch 18 Prozent.

Hauptbeanstandungsgrund waren in beiden Jahren jeweils die lichttechnischen Einrichtungen. Hier zeigt die Mängelkurve deutlich nach oben: Von 23,4 stieg die Quote auf 28,3 Prozent. Vor allen Dingen unzulässige Lichtfarben sowie im Eigenbau nicht korrekt installiertes Tagfahrlicht fallen negativ auf. Platz 2 mit knapp 20 bzw. 18,7 Prozent nehmen Mängel an der Bremsanlage ein. Klassiker sind bei dieser Mängelgruppe Probleme mit den vorderen Bremsschläuchen.

Mehr Mängel an Bremsscheiben
Neu hinzugekommen sind Schäden an den Bremsscheiben. Diese werden aufgrund des gestiegenen Gewichts und der gefahrenen Geschwindigkeiten der Fahrzeuge stärker als früher belastet. Auch beim Thema Reifen und Räder werden die Prüfer häufig fündig. Unsachgemäße Behandlung der Pneus durch Bordstein-Mitnahme, falsche Reifengrößen oder Überalterung der Reifen sind häufige Gründe.

Erstaunlich: Mehr Rost als früher!
Ein weiterer Schwachpunkt bei den untersuchten Pkws ist Korrosion am Rahmen und an tragenden Teilen. Hier hat sich die Mängelbilanz überraschenderweise verschlechtert. Das liegt nach Ansicht der KÜS-Prüfer daran, dass immer mehr Aluminium- und Stahlbauteile kombiniert werden, der Rostschutz aber nicht in allen Fällen sorgfältig ausgeführt wird.

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