Können Sie auch längst schon nichts mehr von Corona hören? Mehr als verständlich, wenn wir das Thema verdrängen. Oder verdrängen wollen. Allerdings kennt fast jeder von uns, um eine längst geflügelte Formulierung von damals höchster Stelle noch einmal aufzunehmen, jemanden, der oder die in den letzten Wochen an Corona erkrankt ist. Gestorben ist daran aber, das wäre die gute Nachricht, fast niemand. Die schlechte Nachricht: Corona ist gerade wieder einmal ein Medien-Thema, weil der Rechnungshof das Management der Pandemie akribisch durchleuchtet hat. Er leitet „Handlungsempfehlungen aus der Pandemie“ ab. Vor allem mit dem proklamierten „Koste es, was es wolle“ geht der Rechnungshof hart ins Gericht: Denn nach seinen Berechnungen hat die öffentliche Hand bis Ende 2022 für Hilfen in Zusammenhang mit Covid-19 die sagenhafte Summe von fast 50 Milliarden Euro ausgegeben, die Staatsschulden haben sich dramatisch erhöht. Daraus ergibt sich logischerweise, dass der finanzielle Handlungsspielraum bei künftigen Krisen wesentlich eingeschränkt ist. Was außerdem noch bekrittelt wird: veraltete Krisenpläne, Chaos im Meldesystem, schlechtes Zusammenspiel der Behörden und manches mehr. Damit haben wir schwarz auf weiß, was die meisten ohnehin schon erahnt haben: ein teures Chaos.
Teure Anglizismen. Schon beachtlich, was die rechte italienische Regierung alles plant: Vor kurzem war die Rede von noch restriktiveren Anti-Raucher-Gesetzen als bisher schon. So soll auch in der Öffentlichkeit das Rauchen verboten werden. Erinnern wir uns an den maximalen Widerstand der rechten Geistesbrüder der italienischen Regierung hierzulande? Die Freiheitlichen verhinderten mit aller Kraft das ausnahmslose Rauchverbot in der Gastronomie. Das nächste Vorhaben der italienischen Regierung wird da eher Applaus auch bei den Freiheitlichen finden: Raus mit den Anglizismen. Laut dem vorgeschlagenen Gesetz soll das Kulturministerium in Rom einen eigenen Ausschuss einrichten, der sich mit dem „korrekten Gebrauch der italienischen Sprache und ihrer Aussprache“ in Schulen, Medien, Handel und Werbung befassen wird. Bei Nichteinhaltung droht eine Strafe von bis zu 100.000 Euro. Teure Anglizismen - das könnte wirken!
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