Hightech am Filztuch

“Cyber-Billard”: Tiroler erfindet grenzenloses Spiel

Tirol
24.09.2011 15:58
Selbst vor so Bodenständigem wie Billard macht Hightech nicht Halt. Aktuelles Beispiel: "Cyber-Carambol", die Erfindung eines Tirolers, unterstützt durch Staatsmeister Andreas Efler. Mit Computer, Webcam und Internet spielen sie gegeneinander – auf echten Tischen, jedoch Hunderte Kilometer voneinander entfernt.

"Seit den 1990er-Jahren habe ich nachgedacht, wie es gehen könnte, mit jemand zu spielen, der weit entfernt ist", erzählt Thomas "Jimmy" Riml, Betreiber eines Billard-Studios in Tirol. Vor drei Jahren kontaktierte er seinen Freund Efler, Profispieler aus der Hinterbrühl in Niederösterreich. Aus dem Tüfteln entsprang mywebsport.com und ein System, das aus Computer, Kamera über dem Billardtisch, Webcam sowie Monitor besteht.

Laser projeziert Kugel-Positionen auf Tisch
Und so geht’s: Die Lage der Bälle am Standort A wird per Kamera ermittelt, die Koordinaten werden via Computer und Internet in Echtzeit an Standort B übertragen. Dort wird die Lage per Laser angezeigt und mittels Schablone auf den Tisch reproduziert – Bälle auflegen, und schon geht’s weiter. Über Hunderte Kilometer hinweg!

Liegen die Kugeln nicht perfekt, erfolgt ein Warnsignal. Efler und Riml werden ihre Entwicklung auch beim Billard-Weltcup (ab Montag in der Wiener Stadthalle) präsentieren.

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