Im digitalen Zeitalter verbreiten sich Videos oder Bilder von Blaulicht-Einsätzen rasend schnell auf sozialen Medien im Internet. Es sind zwei spektakuläre Fälle rund um Video-Fallen, die derzeit die Reihen der heimischen Exekutive erschüttern.
In der heiklen Causa mit einem Tschetschenen als „Hauptdarsteller“ laufen die Ermittlungen noch. Wie berichtet, wurden wegen des schillernden Mannes aus dem (illegalen) Glücksspielmilieu bei zwei Festnahme-Vorfällen - festgehalten jeweils von Überwachungskameras - in Wien insgesamt neun Beamte suspendiert und teils zu bedingten Haftstrafen verurteilt.
Polizisten sollten Frau nicht geholfen haben
Anders sieht der Fall bei zwei steirischen Polizisten aus, der im Jahr 2017 für Schlagzeilen sorgte. Eine auf einem Handyvideo in Leoben auf dem Boden liegende Frau beschuldigte diese damals, sie niedergestoßen bzw. nicht geholfen zu haben. 16 Monate waren die beiden Inspektoren - bis zum glatten Freispruch im Gerichtsverfahren - vom Dienst freigestellt. Und genau hier will die Personalvertretung einhaken.
Der Schaden ist angerichtet. Die Beamten haben karrierebehindernde Vermerke im Personalakt und auch gekürzte Bezüge.
Der rote Polizeigewerkschafter Hermann Greylinger will Schutzschirm
„Natürlich gibt es einige wenige schwarze Schafe. Aber wie kommen unschuldige Beamte dazu, dienst- und besoldungsrechtlich im Regen stehen gelassen zu werden“, fordert FSG-Gewerkschafts-Chef Hermann Greylinger im „Krone“-Gespräch einen Schutzschirm für fälschlich beschuldigte Polizisten. Dieser solle gleichzeitig mit der neuen Meldestelle für Polizeigewalt kommen.
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