Über eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Fachhochschule Vorarlberg und Pflegeschule Vorarlberg will man im Ländle erreichen, dass eine Durchlässigkeit zwischen den unterschiedlichen Pflegeausbildungen garantiert wird.
„Pflege Allianz Vorarlberg“ heißt das jüngste Schlagwort rund um das Thema Pflegeausbildung. Dahinter verbirgt sich eigentlich etwas Logisches - nämlich das Fördern von Kooperationen. Das ist auch deshalb sinnvoll, weil es selbst im kleinen Ländle gleich mehrere Ausbildungswege - von der Lehre bis zum Studium - gibt.
Konkret geht es um eine laut Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP) „vertiefte“ Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule Vorarlberg und der Pflegeschule Vorarlberg, in welcher seit kurzem die drei bisherigen Pflege-Ausbildungsstätten im Land zusammengefasst sind. Ein Miteinander ist auch deshalb alternativlos, weil die Ressourcen in Sachen Lehrkräfte, Ausbildungsplätze und Infrastruktur begrenzt sind.
Egal bei welcher Tür der Pflegeausbildung man in Vorarlberg hineingeht, man wird immer an das persönliche Aus- bildungsziel herangeführt.
Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher
Folglich sollen künftig gemeinsam Lehrpläne entwickelt, Infrastruktur genutzt und Lehrkräfte übergreifend eingesetzt werden. Unterm Strich werden viele Wege zum Pflegeberuf führen. Oder wie es Rüscher bei der Vorstellung der Kooperation formulierte: „In Vorarlberg kommt man mit oder ohne Matura in den Traumberuf der Pflege.“
Ganz so rosig sieht es in der Praxis allerdings nicht aus. Bei der Pflegelehre sind noch etliche Fragen offen und auch beim neuen berufsbegleitende Bachelorstudium - der Start ist für Herbst 2023 geplant - hakt es. Es gebe zwar Interessenten, das Problem seien aber die Zugangsvoraussetzungen, berichtet die neue Studiengangsleiterin Diana Brodda. Soll heißen: Die Bewerberinnen und Bewerber haben weder Matura noch eine Studienberechtigungsprüfung. Weshalb sie ihr Studium wohl erst frühestens 2024 beginnen können.
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