Skrupellos, geschickt, flink - dreiste „Metallbanden“ montieren mitten in der Nacht die Dachrinnen von Pfarrkirchen im Burgenland ab. Die Spur der Täter zieht sich von Jennersdorf bis in den Bezirk Mattersburg.
Diesen Kriminellen ist gar nichts heilig! Erst vor Kurzem hatten sich, wie berichtet, Kupferdiebe an der römisch-katholischen Kirche in Burg im Bezirk Oberwart zu schaffen gemacht. Im Schutz der Dunkelheit rissen sie die Regenrinnen aus der Verankerung und transportierten die langen Beutestücke ab. Mit großem Entsetzen ist der frevelhafte Coup am nächsten Morgen von einem Gläubigen aus dem Pfarrgemeinderat entdeckt worden. Der Schaden machte mehrere tausend Euro aus.
Schon wieder ein Coup
Jetzt geriet das nächste Gotteshaus ins Visier einer „Metallbande“. In der Nacht auf Donnerstag suchten die Kriminellen die Pfarrkirche in Pöttsching im Bezirk Mattersburg heim. Beim Eingang und auf der Fassade, die nicht von der Straße aus einsehbar ist, montierten sie erneut die Dachrinnen ab.
Spuren sichergestellt
Der Kupferdiebstahl ist laut den Angaben des Pfarrers erst verübt worden, nachdem um 22 Uhr das Gotteshaus nicht mehr beleuchtet war. „Die Täter sind vermutlich mit einer Pritsche oder einem Kastenwagen unterwegs gewesen, um die Metallrinnen mit einer Länge von 40 Metern verfrachten zu können“, teilen Kriminalbeamte mit.
Verwertbare Spuren konnten am Tatort sichergestellt werden. Ermittler hoffen nun auf Mithilfe aus der Bevölkerung. Sachdienliche Hinweise sind erbeten an die Polizeiinspektion Neudörfl unter 059 133 1123 100.
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