Do, 20. September 2018

Drogentest-Irrtum

05.09.2011 16:50

Spanien: Arzt saß schuldlos halbes Jahr im Gefängnis

Ein folgenschwerer Irrtum hat einem 34-jährigen Arzt aus Panama in Spanien schuldlos ein halbes Jahr Haft eingebrockt. Der Mediziner hatte sich in Madrid weiterbilden wollen und dafür ein Stipendium erhalten. Im Zuge eines Drogentests bei seiner Ankunft auf dem Flughafen Madrid-Barajas wurde dann offenbar Wäschestärke mit Kokain verwechselt - und der Arzt musste als vermeintlicher Drogenschmuggler hinter Gitter.

Mit dem Test sollte festgestellt werden, ob die Textilien mit Kokain imprägniert waren. Dies ist ein Verfahren, auf das Drogenschmuggler zuweilen zurückgreifen: Sie lösen Kokain in Wasser auf, tränken die Kleidung ihres Reisegepäcks mit der Flüssigkeit, trocknen sie und filtern das Rauschgift im Zielland wieder heraus.

Laboranalysen bringen Verwechslung ans Licht
Bei dem Mediziner aus Panama brachten die Tests jedenfalls bei allen Kleidungsstücken einen positiven Befund. Eine Ermittlungsrichterin schickte den 34-Jährigen daraufhin in Untersuchungshaft. Erst sechs Monate später ergaben Laboranalysen nun, dass die Kleidung keinerlei Spuren von Kokain enthielt, berichtete die spanische Zeitung "El Pais" am Montag.

Der Arzt vermutet, dass ein von seiner Großmutter benutztes Stärkemittel zu dem falschen Testergebnis geführt hat. Er verlangt nach Angaben der Zeitung vom spanischen Staat nun eine Entschädigung von 280.000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.