Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) setzt den oberösterreichischen Zentralraum mit seiner UVP-Behörde unter noch mehr Hochspannung: Die Errichtung eines neuen 220kV-Versorgungsrings wird nun nach einem raschen Verfahren genehmigt. Dieser Ring ermöglicht auch eine klimaneutrale Transformation der voestalpine von Kohle zu Strom.
Derzeit wird der Zentralraum Oberösterreich über eine 110-kV-Hochspannungsleitungnetz mit Strom versorgt. Die ältesten Abschnitte stammen aus den 1940er Jahren. Da das veraltete Netz für künftige Herausforderungen zur Bewältigung der Klimakrise nicht ausgelegt ist und völlig neue Anforderungen an das Netz gestellt werden, wie etwa die Umstellung der Stahlerzeugung von Kohle auf Strom, ist eine schleunige Aufrüstung von höchster Bedeutung - gerade auch für den Industrie- und Wirtschaftsmotor im Zentralraum. Mit der Errichtung eines neuen 220-kV-Versorgungsringes sollen die hohen Erwartungen an ein klimafittes Stromnetz für Generationen erfüllt werden. Für die Errichtung der neuen Leitungen werden bestehende Leitungstrassen genutzt, um den Eingriff auf Mensch, Umwelt und Natur so gering wie möglich zu halten.
Ein Verfahren „auf der Überholspur“
Aufgrund der zentralen Bedeutung des neuen Versorgungsrings für die Energiewende in Oberösterreich sowie generell für Verfahren mit energiewirtschaftlichem Bezug hat Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) „die Überholspur ausgerufen“, wie er sagt: „Jene UVP-Verfahren mit energiewirtschaftlichem Bezug werden nach meiner Anweisung prioritär behandelt. Auch für den neuen Versorgungsring gilt eine Fasttrack. Dieses Verfahren ist nicht nur angesichts der drängenden Klimakrise von enormer Bedeutung, es ist auch durch das hohe Ausmaß an Komplexität und der unglaublich großen Anzahl an Beteiligten und Parteien eine große Herausforderung für die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der UVP-Behörde“, so Kaineder.
Bescheid nach nur 16 Monaten
„Mit großer Freude darf ich hiermit bekanntgeben, dass die Genehmigung für einen wichtigen Baustein der Klimawende in Oberösterreich von mir erteilt wurde“, sagt Kaineder: „Ich bedanke mich bei der APG ( Austrian Power Grid AG ) für die gute Planung und Vorbereitung der Unterlagen sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der UVP-Behörde für die professionelle und engagierte Durchführung des Verfahrens. Das hat eine Bescheiderlassung nach nur 16 Monaten in einem der komplexesten Verfahren der vergangenen Jahrzehnte möglich gemacht Damit kann nun der Baustart ab 2024 möglich sein, es wird auch der enge Zeitplan zur schrittweisen Inbetriebnahme ab 2026 eingehalten werden können.“
Umstellung der Stahlproduktion
„Der neue Versorgungsring ermöglicht neben einer langfristigen Stilllegung der fossilen Kraftwerke im Zentralraum Oberösterreichs auch die Umstellung der Stahlproduktion der voestalpine von fossil betriebenen Hochöfen auf Lichtbogenschmelzöfen. Zusätzlich bringt die Leitung Versorgungssicherheit auf viele Jahrzehnte und ist ein weiterer Meilenstein, wenn es etwa um Potenziale zum Einspeisen erneuerbarer Energie wie Photovoltaik oder um Blackout- und Versorgungssicherheit geht. Mit dem Zukunfts-Upgrade der Stromleitung bekommen ein frisches Herz im Zentrum unseres Landes, das auf Generationen hinweg pulsieren wird“, fasst Kaineder die wesentlichsten Vorteile des Projektes nochmal zusammen.
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