Prozess in Feldkirch: Mit Brecheisen und Vorschlaghammer kennt sich der 41-jährige Angeklagte bestens aus. Immerhin hat es der Serieneinbrecher aus Polen im Strafregister bereits auf sieben Einträge gebracht. Nur wurde er zu zwei Jahren Haft verdonnert.
Erst Anfang Dezember war der Pole in der Schweiz zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, wenige Tage später drehte er auch schon in Vorarlberg seine nächsten krummen Touren.
Drei Delikte waren angeklagt, zwei davon gab er im Prozess am Donnerstag zwangsläufig zu. Die Taten: Um an Geld zu kommen, versucht der Mann nachts mit Brechstange und Spitzhammer sein Glück an einem ÖBB-Fahrkartenschalter in Klaus. Allerdings erfolglos. Als er kurz darauf völlig verschwitzt und mit blutverschmierten Händen von der Polizei angehalten wird, erzählt er, beim Joggen gestürzt zu sein.
Ich werde mich doch nicht am Kaffeeautomat zu schaffen machen, wenn ich weiß, wo der Tresor steht!
Der Angeklagte vor Gericht
Kaffeeautomat und Tresor
Einige Tage später muss im Zuge eines Einbruchsdiebstahls der Kaffeeautomat einer Feldkircher Glasfirma dran glauben. Doch auch dort ist ihm das Glück nicht hold, denn er wird „in flagranti“ erwischt. Die dritte ihm zur Last gelegte Tat hat sich ebenfalls in der Glasfirma ereignet: Im Dezember war ein Tresor aufgebrochen worden, insgesamt wurden rund 18.000 Euro gestohlen - der Pole bestreitet allerdings, dafür verantwortlich zu sein: „Ich werde mich doch nicht an einem Kaffeeautomaten zu schaffen machen, wenn ich weiß, wo der Tresor steht!“
Richterin Magdalena Rafolt sieht das ebenfalls so, zumal auch die Spurensicherung keinen Treffer ergab. Das noch nicht rechtskräftige Urteil: zwei Jahre Haft wegen zwei versuchten Einbruchsdiebstählen und Schadenersatzzahlungen in Höhe von 5550 Euro. Kurz gesagt: Außer Spesen, nichts gewesen! Der Anwalt des Polen hat bereits Berufung angemeldet.
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