Prozess in Innsbruck

Auf Freund eingestochen, nun fehlt Erinnerung

Tirol
02.03.2023 10:00

Ein Taxiunternehmer (51) drehte im August in Innsbruck nach einer „Ehrenbeleidigung“ vollkommen durch. Er zückte ein Messer und musste nun wegen Mordversuch vor Gericht Platz nehmen.

Was sich in der Nacht auf 13. August spätnachts bei einer Bar in Innsbruck ereignete, blieb unklar. Die Versionen gingen stark auseinander. Eine Zeugin sprach etwa davon, dass sich die blutige Messertat im Lokal ereignet hatte. Das Opfer glaubt, dass diese vor der Bar vonstattenging.

„Ehrenbeleidigung“ ließ Pulverfass explodieren
Eine Augenzeugin berichtete von „Rangeleien“, die auch der Angeklagte und das Opfer unisono einräumten. Eine „Ehrenbeleidigung“ brachte schließlich das Pulverfass zur Explosion: Der türkischstämmige 51-Jährige stach zu und verletzte sein Gegenüber unter anderem am Hals. Daran konnte sich der zum Tatzeitpunkt alkoholisierte Mann auf Nachfrage der Richterin nicht erinnern: Er habe damals nämlich einen „Schlag auf den Kopf“ bekommen, und ihm fehle fortan die Erinnerung. Daran knüpfte sein Verteidiger an und forderte ein neurologisches Gutachten des Angeklagten. Der Prozess um den angeklagten Mordversuch wurde vertagt.

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