Skandal in GB
Sexualstraftäter nach Namensänderung unbescholten
Legale Namensänderungen haben es Hunderten Sexualstraftätern in Großbritannien ermöglicht, vom Radar der Polizei zu verschwinden. Allein zwischen 2019 und 2021 seien 729 Täter vermisst worden oder zur Fahndung ausgeschrieben gewesen, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender BBC am Mittwoch.
An diesem Donnerstag soll das britische Unterhaus ein Gesetz beraten, das Sexualstraftätern verbietet, ihre Namen zu ändern. „Das derzeitige Benachrichtigungssystem funktioniert offensichtlich nicht“, sagte die Abgeordnete Sarah Champion von der Oppositionspartei Labour. „Das schiere Ausmaß der Verstöße und des Verschwindens von Sexualstraftätern ist ein Skandal, von dem die Öffentlichkeit aber nichts weiß.“
Das schiere Ausmaß der Verstöße und des Verschwindens von Sexualstraftätern ist ein Skandal, von dem die Öffentlichkeit aber nichts weiß.
Abgeordnete Sarah Champion von der Oppositionspartei Labour
Die bestehenden Gesetze seien zu lax, da es den Tätern obliege, Veränderungen anzuzeigen. Champion kritisierte, dass Verurteilte mithilfe neuer Dokumente Jobs etwa bei der Arbeit mit Kindern bekommen könnten. Die Abgeordnete vertritt den nordenglischen Wahlkreis Rotherham, wo zwischen 1997 und 2013 mindestens 1400 Kinder sexuell missbraucht wurden.
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