Geschützte Daten von hochrangigen Politikern und Beamte des Klagenfurter Rathauses wurden weitergegeben. Der vermeintliche Maulwurf wurde suspendiert - war er ein Einzeltäter?
Die Aufregung nach der Suspendierung eines Magistratsmitarbeiters des Rathauses Klagenfurts ist groß. Mittels der Zugangsdaten dieser Verdachtsperson wurden seit Monaten geschützte Dokumente von hochrangigen Beamten meist an dieselbe Agentur übermittelt. Geschichten auf deren Online-Portal folgten. Am Freitag brach das Kartenhaus zusammen, die interne Abteilung schritt ein. Die verdächtige Person darf das Rathaus nicht mehr betreten, der suspendierte Beamte war seit Jahrzehnten im Rathaus tätig und gut vernetzt.
Magistratsspitze betroffen
Dienstverträge, Lohnzettel oder meist hohe Überstundenabrechnungen wurden weitergegeben – elf Personen aus der Magistratsspitze wie Bürgermeister Christian Scheider, einzelne Stadtsenatsmitglieder, Patrick Jonke, Peter Jost, Wolfgang Germ, Martin Strutz und Herbert Schifferl waren betroffen. Das Cyber-Sicherheitsteam und IT-Experten mussten den Maulwurf finden, sie wurden bei den Recherchen in der Personalabteilung fündig. Ein Geständnis fehlt jedoch. Wurden die Zugangsdaten etwa an Hintermänner weitergegeben?
Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Eine Suspendierung mit diesem Ausmaß hat es im Rathaus Klagenfurt noch nie gegeben. „Es ist eine Datenschutzverletzung und klar ein Entlassungsgrund“, sagt Magistratschef Peter Jost. Eine Anklage wird wohl folgen.











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