25.08.2011 14:08 |

Unglückliche Optik

Ubisofts "From Dust": K(r)ampf um Spiele-Kopierschutz

Mit einer mehr als unglücklichen Optik hat wieder einmal Publisher Ubisoft zu kämpfen. Das Unternehmen nimmt eine Vorreiterrolle beim Kampf gegen illegale Downloads bei PC-Spielen ein und setzt dabei auch auf unbeliebte Methoden wie Online-Zwang. Bei "From Dust" ging dieses Feature nun gründlich daneben.

Ursprünglich hatte Ubisoft nämlich angekündigt, die PC-Version von "From Dust" müsse lediglich online registriert werden - bei der Veröffentlichung kam dann allerdings heraus, dass zum Spielen eine permanente Online-Verbindung zwingend nötig ist.

Ein Aufschrei der Käufer hatte zur Folge, dass sich Ubisoft für das Vorgehen entschuldigte und ankündigte, den Online-Zwang per Patch zu beheben. Dieses Update werde allerdings erst in etwa zwei Wochen zur Verfügung stehen, gab Ubisoft am Dienstag bekannt.

Auch Valve hat reagiert: Der Publisher betreibt die weltweit größte und beliebteste Spiele-Downloadplattform Steam. Wer "From Dust" dort erworben, aber noch nicht gespielt hat und nicht auf den Patch warten möchte, kann das Spiel - auf Bitte Ubisofts, wie es heißt - zurückgeben und erhält den vollen Kaufpreis erstattet, ließ Valve wissen.

Online-Zwang brachte Ubisoft bisher kein Glück
Seit Jahren kämpfen Spiele-Entwickler und Publisher gegen illegale Downloads, die insbesondere dem PC-Markt stark zusetzen. Ein adäquates Mittel ist bisher nicht gefunden. Obwohl vermutlich ein Großteil der Spieler über eine permanente Online-Verbindung verfügt, sträuben sich die Gamer gegen einen Internetzwang. Dazu beigetragen hat auch Ubisoft selbst. So war etwa "Assassin's Creed II" eine Zeitlang unspielbar, da die zugehörigen Ubisoft-Server streikten. Zudem wurde es ebenso wie etwa "Splinter Cell Conviction" und "Die Siedler 7" bei Unterbrechen der Internetverbindung pausiert, was viele Käufer ebenfalls erzürnte. Dazu kam, dass dabei zahlreiche Spielstände verloren gingen.

Bei einigen Ubisoft-Titeln wurde der Kopierschutz im Nachhinein gelockert, doch der Publisher will offenbar trotz aller Probleme an dem System festhalten. Als nächster Titel, bei dem der Online-Zwang bereits im Vorfeld bekannt gegeben wurde, kommt am 2. September "Driver: San Francisco" auf den Markt (siehe Infobox).

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