Die Sorge ist groß

Suche nach radioaktiver Kapsel geht weiter

Ausland
30.01.2023 10:15
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem Verschwinden einer winzigen radioaktiven Kapsel in Westaustralien wird weiterhin fieberhaft nach ihr gesucht. Der britisch-australische Bergbauriese Rio Tinto entschuldigte sich für den brisanten Vorfall. „Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst. Wir sind uns bewusst, dass dieser Vorfall sehr besorgniserregend ist, und bedauern die Beunruhigung, die er in der westaustralischen Bevölkerung ausgelöst hat“, erklärt der Chef der Eisenerzsparte des Konzerns. Man werde den Verlust der Kapsel untersuchen.

Ersten Berichten zufolge wurde der Verlust erst rund zwei Wochen, nachdem die Kapsel das Minengelände verlassen hatte, entdeckt. Rio teilte mit, dass es von der Transportfirma am 25. Jänner über das Verschwinden informiert worden sei.

Neue Suchgeräte auf Fahrzeugen sollen Kapsel aufspüren
Nun werden auf der Strecke, auf der die Kapsel transportiert wurde, neue Geräte zur Strahlenerkennung eingesetzt, die auf Fahrzeugen angebracht werden können. Zuvor wurde die stark befahrene Frachtroute mit tragbaren Strahlungs- und Metalldetektoren abgesucht. 

Das Bergbauunternehmen hatte einen Drittanbieter, der über entsprechendem Fachwissen und Zertifizierung verfügt, mit der Verpackung der Kapsel für den Transport beauftragt. Diese Firma leitete eine eigene Untersuchung ein, um das Verschwinden der Kapsel aufzuklären. 

Mindestabstand von fünf Metern empfohlen
Die mit Cäsium-137 gefüllte Kapsel sei auf dem 1400 Kilometer langen Transport von einer Mine nördlich der kleinen Stadt Newman in der abgelegenen Kimberley-Region zu einer Lagereinrichtung bei Perth verloren gegangen, teilte die australische Strahlenschutzbehörde mit. Die Kapsel gibt eine Strahlenbelastung ab, die etwa zehn Röntgenbildern innerhalb einer Stunde entspricht. Die Behörde empfiehlt einen Mindestabstand von fünf Metern zu dem radioaktiven Material.

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