Fortlaufende Beziehungsprobleme als Folge der wiederkehrend heftigen Eifersucht des Mannes dürften im Fall eines jungen Ehepaares in Wels (Oberösterreich) eine toxische Mischung ergeben haben, die für die 21-jährige Gattin offenbar lebensbedrohliche Ausmaße angenommen hatte.
Nach einem Lokalbesuch in der Nacht zum 31. Dezember soll es – wie berichtet – am Heimweg zwischen den beiden wieder einmal zu einer Auseinandersetzung gekommen sein. Der Ehemann dürfte dabei völlig ausgerastet sein und seine gleichaltrige Frau auch körperlich massiv attackiert haben. Der gefährliche Vorfall spielte sich im Bereich des Welser Mühlbaches, nur unweit der Innenstadt, ab. Der Verdächtige soll seine Partnerin gegen 2 Uhr früh dort so heftig gewürgt haben, dass sie Todesängste ausstand.
Würgemale im Bereich des Halses
Passanten wurden auf die Hilfeschreie des Opfers aufmerksam und schauten nach. Dadurch gelang es der 21-Jährigen auch, sich aus den Fängen des Ehemannes zu befreien und die rettende Flucht zu ergreifen. Die Frau erlitt Würgemale im Bereich des Halses, eine blutende Wunde am Finger und eine Verletzung an der Nase. Sie wurde im Spital betreut.
Es gab schon seit geraumer Zeit eine Eifersuchtsproblematik. Ein paar Tage vor dem Übergriff auf die Gattin hatte der Beschuldigte ihr einen Selbstmord angekündigt, für den Fall, dass sie sich von ihm trennt.
Silke Enzlmüller, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wels
Der rabiate Gatte wurde festgenommen. Er ist für die Polizei kein Unbekannter, war 2019 wegen räuberischen Diebstahls verurteilt worden, gehört zum Suchtgift-Milieu und stand wegen Sachbeschädigung und Drohung vor Gericht. Über ihn wurde am Landesgericht Wels nun wegen Verdachts der Körperverletzung, gefährlichen Drohung und Nötigung die U-Haft verhängt.
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