Trotz eines Vertrags bis 2026 wurde Geschäftsführer Anton Eckschlager beim Rieder Energieversorger vom Dienst freigestellt. Nach einigen Monaten Pause soll er nun „Sonderaufgaben“ übernehmen.
Endlich Ruhe! Das wünschen sich die 120 Mitarbeiter der Energie Ried nach zwei äußerst turbulenten Jahren. 2021 hatte die „Krone“ erstmals über die Vorwürfe des schweren Betrugs berichtet. Die zwei ehemaligen Geschäftsführer sollen durch jahrelange Angaben von falschen Leitungslängen die Aufsichtsbehörde E-Control um mehrere Millionen Euro geprellt und damit die Bilanz geschönt haben.
26 Millionen Euro zur Seite gelegt
Für mögliche Rückzahlungen hat der Innviertler Energieversorger Rücklagen von 26 Millionen Euro gebildet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, es gilt die Unschuldsvermutung.
Wende im Fall Eckschlager
Im vergangenen Jahr löste die Bestellung von Friedrich Pöttinger zum dritten Geschäftsführer großen Wirbel aus. Mit dem Dienstantritt des ehemaligen Top-Managers von Wels Strom wurde im Spätherbst Anton Eckschlager bei vollen Bezügen freigestellt. Sein Vertrag mit dem Jahresverdienst von 140.000 € brutto läuft bis 2026. Nun soll der abservierte Boss ins städtische Unternehmen zurückkehren. Bürgermeister Bernhard Zwielehner (VP): „Die Dienstfreistellung erfolgte mit dem Plan, dass wir uns die Entwicklungen anschauen. Nun sagt Pöttinger, dass er Unterstützung braucht und Eckschlager Sonderaufgaben übernehmen könne.“ Im Raum steht ein Job als leitender Angestellter.
Geschäftsführerin im Langzeit-Krankenstand
Neben Eckschlager fiel auch Geschäftsführerkollegin Silke Sickinger länger aus. „Sie ist bis Ende Jänner im Krankenstand“, so Zwielehner. Er nahm auch zu den Gerüchten Stellung, Sickinger sei mit der Jahresgage von 140.000 € brutto unzufrieden. Pöttinger soll fast doppelt so viel kassieren. Zwielehner: „Gleiche Arbeit muss gleich vergütet werden, erst recht in einem öffentlichen Unternehmen. Aber Pöttinger ist CEO, Sickinger Geschäftsführerin.“
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