Das abgelaufene Jahr brachte dem Arbeitsmarktservice Oberösterreich (AMS) Rekorde bei der Arbeitsvermittlung. Das neue Jahr beginnt aufgrund der Krisen mit mehr Nervosität, aber Jobs wird es dennoch viele geben.
Mit einer Arbeitslosenquote von 4 Prozent schreibt Oberösterreich einen Rekord, wir berichteten. Die Schattenseite: Der Produktionssektor, der Lebensmittelhandel und die Gesundheitsbranche suchen massiv nach Arbeitskräften. „Kaum werden welche frei, etwa weil eine Firma in Konkurs geht, werden diese schon abgeworben“, beobachtet Iris Schmidt, stellvertretende AMS-Geschäftsführerin.
Was funktioniert, was stottert?
Die niedrige Quote ist auch AMS-Förderprogrammen geschuldet. So wird etwa Qualifizierung im neuen Job gefördert, das nutzten 1270 Personen - wieder Rekord! Rund 4145 Arbeitssuchende probierten neue Jobs aus, davon blieben mehr als 50% im Betrieb; und 7000 Personen, darunter 1568 Langzeitarbeitslose, wurden bei der Jobeingliederung unterstützt.
Das AMS fördert sogar Green Jobs, doch dieses Programm stottert noch. „Es passt nicht für jedes Unternehmen, wir wollen aber 2023 einen Fokus darauf legen“, betont Schmidt. Besonders Frauen fühlen sich von „grünen Technikjobs“ angesprochen.
Lücke zwischen Generationen
Ins Jahr 2023 schaut Schmidt zuversichtlich: „Energiekrise und Teuerungen sorgen für Nervosität, der Arbeitsmarkt aber ist robust.“ Aufgrund der Demographie wird es genug Jobs geben: „Von jenen Arbeitskräften, die heuer in Pension gehen, kommen nur zwei Drittel nach.“ Der steigende Arbeitskräftemangel könnte wiederum die Wirtschaft bremsen.
Neues im AMS-Fokus
Schmidt, die - wie berichtet - ab Mai 2023 die Chefrolle im AMS übernehmen wird, will daher noch näher mit neuen Angeboten an Firmen heranrücken. „Wir als AMS wollen mit Betrieben maßgeschneidert an Kurzzeit- und Langzeitperspektiven arbeiten, um noch besser passendes Personal zur Verfügung stellen zu können“, gibt sie erstmals in ihre Vorhaben Einblick.
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