Behindernde Vorschrift

Für deutsche Mitarbeiter ist Homeoffice ein Tabu

Oberösterreich
16.01.2023 14:00

Da wiehert der Amtsschimmel: Obwohl Flugzeugzulieferer FACC seinen Angestellten erlaubt, komplett von zu Hause zu arbeiten, kann das Unternehmen aus dem Innviertel das Angebot nicht allen machen. Deutsche Mitarbeiter schauen durch die Finger.

Die An- und Abreise fallen weg und sparen Zeit, die genutzt werden kann, um länger zu schlafen - das sind die meistgenannten Gründe, warum Homeoffice für viele Oberösterreicher nicht mehr wegzudenken ist. Auf der Suche nach dem richtigen Maß pendelten sich Firmen nach der Corona-Ausnahmesituation meist bei zwei bis drei Tagen pro Woche ein, die Beschäftigte daheim arbeiten dürfen, wenn es deren Tätigkeit erlaubt.

Bei Flugzeugzulieferer FACC ist es nun sogar möglich, komplett im Homeoffice zu bleiben. Die guten Erfahrungen in den Lockdowns brachen bei den Innviertlern das Eis. Das 100-%-Angebot nehmen etwa Spezialisten in Anspruch, die in der Steiermark wohnen und weite Wege haben, heißt es.

Gesetzgeber am Zug
Bitter: Aus rechtlichen Gründen darf Homeoffice nur in Ländern angeboten werden, in denen die Firma einen Standort hat. Mitarbeiter aus Deutschland schauen daher bei FACC durch die Finger. „Hier wünschen wir uns Anpassungen durch den Gesetzgeber“, betont Sprecher Jakob Reichsöllner.

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