Eine Prise Zuversicht. Nur ein gutes Viertel der Österreicher sieht dem neuen Jahr optimistisch entgegen, erhob das Institut IMAS, bei den Jungen zeigen sich immerhin knapp 40 Prozent zuversichtlich. Skepsis mit einer guten Prise Zuversicht - so könnte man die Wünsche und Erwartungen jener sieben „Krone“-Kolumnisten, von Conny Bischofberger über Ida Metzger bis Georg Wailand, zusammenfassen, mit denen wir heute unsere Leser ins neue Jahr geleiten. Da präsentiert etwa Claus Pándi sein Rezept gegen schlechte Laune - man möge sich von politischen Parteien nie ins Bockshorn jagen lassen. Während Michael Jeannée vom Lottogewinn und einem Comeback von Bundeskanzler Kurz träumt, hofft Kurt Seinitz, dass dem Krieg in der Ukraine die Luft ausgeht. Franziska Trost gibt zu, dass es einem die Welt nicht leicht mache, als Optimist ins neue Jahr zu starten. Und doch wünscht sie sich genau diesen dringend notwendigen Optimismus. Den haben am ehesten die Allerjüngsten. Einige haben wir gefragt. Sie wollen, dass der Krieg ein Ende findet und dass sie und ihre Familien gesund bleiben. Wir haben genau ein Jahr zurückgeblättert. In der Ausgabe vom 1. Jänner 2022 wollten wir von den selben Kinder ihre Wünsche wissen. Sie antworteten damals: „... dass Corona endlich wieder verschwindet“, „... dass ich bald wieder ohne Maske trainieren darf“, oder „Ich möchte endlich wieder meine Freundinnen ohne schlechtes Gewissen umarmen können.“ Auch wenn Corona nicht ganz verschwunden ist, haben sich diese Wünsche im Großen und Ganzen erfüllt. Wenn das kein Anlass für zumindest ein wenig Optimismus ist! Am liebsten möchte man sich der 7-jährigen Nina anschließen. Sie wünscht sich „dass die Leute wieder fröhlicher und glücklicher sind und es weniger Streit gibt.“ Wäre doch schön, wenn wir in einem Jahr berichten könnten, dass ihr Wunsch in Erfüllung gegangen ist.
So wird das Jahr gut! Mit dem alten und neuen Jahr und seinen ganz persönlichen Erfahrungen setzt sich in der Neujahrs-„Krone“ auch Sonntags-Kolumnist Rudolf Anschober auseinander. Der Ex-Politiker schildert darin, dass er neben privaten Tiefpunkten 2022 am Jahresende auch reich an neuen Erfahrungen sei. Er freue sich darüber, wie gut ihm der Umstieg aus der Politik in seine Tätigkeit als Autor und Vortragender gelungen ist. Vor allem, dass er noch konsequenter wurde beim Klimaschutz, auf Autos ganz verzichte und kein Fleisch mehr esse. Anschober schreibt, dass er gelernt habe, viel stärker das Positive in seinem Leben wahrzunehmen. Er habe sich für 2023 vorgenommen, verstärkt realistische Hoffnungen sichtbar zu machen und verweist auf die Wichtigkeit positiver Zukunftsbilder, denn die, so der ehemalige Gesundheitsminister „fehlen in Filmen, Büchern, Politik und manchen Medien“. Früher hätten uns diese positiven Bilder Zuversicht gegeben. Anschober: „Die benötigen wir zur Umsetzung der notwendigen Veränderungen mehr denn je.“ Ja, da muss man ihm wohl zustimmen. Tragen wir selbst Gutes dazu bei - dann wird dieses Jahr gut!
Ein gutes neues Jahr mit Ihrer „Krone“!
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