Das Jahr 2022 war in Salzburg geprägt von bewegenden Schicksalen und mitreißenden Geschichten. Die Salzburg „Krone“ bietet einen Rückblick auf das Chronik-Geschehen im heurigen Jahr.
Drei Kinder verloren bei Unfällen ihr Leben
Tief erschüttert hat der Tod einer dreiköpfigen syrischen Familie am 20. Februar. Der Kleinwagen mit dem die Syrer unterwegs waren stürzte bei Oberndorf in die Salzach. Die beiden Erwachsenen (35, 30) und das gemeinsame Kind (2) ertranken. Schuld war laut Ermittlungen der Polizei ein Fahrfehler oder eine Unachtsamkeit des Vaters. Doch es war nicht der einzige tragische Unfalltod eines Kindes im Jahr 2022.
In Annaberg überrollte am 3. Mai ein Postzusteller ein Kind mit seinem Kastenwagen. Der Mann dürfte beim Anfahren ein zweijähriges Mädchen übersehen und es deshalb mit dem rechten Vorderreifen überrollt haben. Für das verletzte Kind kam jede Hilfe zu spät. Nicht minder tragisch ist der Fall des neunjährigen Thomas. Der Bub spielte mit einem Freund auf einem Korn-Anhänger. Fatalerweise bildete sich ein Sog und der Bub erstickte im Getreide. Die Landwirte, die die Kinder auf dem Hänger spielen ließen, wurden mittlerweile angeklagt.
Floriani hatten alle Hände voll zu tun
Folgenschwere Brände hielten Berufs- und Freiwillige Feuerwehr der Stadt Salzburg auf Trab. Die Handelsakademie 1 in Salzburg-Lehen brannte am 11. Juli lichterloh. Nach 16 Stunden gewannen die rund 120 Feuerwehrleute den Kampf gegen die Flammen. Eine Feuerwehrfrau wurde dabei leicht verletzt. Der Schaden ist immens, viele Klassenzimmer sind unbenutzbar. Verursacht wurde das Feuer durch Flämmarbeiten am Dach. Die Schüler werden seither in Containern unterrichtet.
Keine Unachtsamkeit sondern ein Verbrechen steckte hingegen hinter dem Schlachthofbrand vom 4. September in Bergheim. Ein 27-Jähriger Sicherheitsmitarbeiter wurde nur kurze Zeit nach dem Feuer wegen Brandstiftung festgenommen und gestand teilweise. Nur mit Mühe und einem Großaufgebot konnte die Feuerwehr den Austritt von giftigem Ammoniakgas verhindern. Der Schaden geht in die Millionen. 400 Tonnen Fleisch mussten vernichtet werden.
„Mure riss Mama und Papa weg“
Zahlreiche Unwetter hielten die Einsatzkräfte heuer auf Trab und sorgten für immensen Schaden. Besonders dramatisch war die Situation bei den Murenabgängen im Pinzgau. „Meinen Papa hat es voll erwischt. Er ist vom Schlamm mitgerissen worden und hat sich die Speiche und die Hand gebrochen. Ein Schlammwall ist dann durch das Fenster und hat meine Mutter getroffen“, schildert Andre Steger bange Momente.
Acht Verletzte nachdem SUV durch Salzburger Gastgarten donnerte
Der Fahrer eines schweren Mercedes-SUV verliert am 22. August gegen 17:15 Uhr durch einen medizinischen Notfall die Kontrolle über sein Auto. Er donnert über die Gegenfahrbahn in einen Gastgarten. Insgesamt werden acht Personen verletzt, drei von ihnen - der Unfalllenker, sowie eine Mutter mit ihrem Kleinkind - schwer.
Polnische Höhlenforscher in Höhle eingeschlossen
34 Stunden lang sind drei Höhlenforscher aus Polen im Februar wegen Schmelzwasser in der Lamprechtshöhle bei St Martin eingeschlossen. In einer aufwändigen Rettungsaktion können die Männer unversehrt befreit werden.
Unhaltbare Situation am Salzburger Hauptbahnhof
Bewohner, die sich nicht mehr sicher fühlen. Geschäftsleute, die ihre Geschäfte freiwillig früher zusperren. Drogen und Alkohol. So prekär sind die Zustände am Südtiroler Platz in Salzburg. Die „Krone“ berichtete, die Politik reagierte.
Mann mit Rechen sorgte für großen Polizei-Einsatz
Bange Minuten am 20. April in Salzburg-Sam. Weil mutmaßlich eine bewaffnete Person die Geschützten Werkstätten betreten hat, kommt es zu einem Großeinsatz. Das Phantom wird nie gefunden. Es handelte sich Vermutungen zufolge nur um einen Gärtner mit einem Rechen.
Tuner spielten mit Polizei ein Katz- und Maus-Spiel
Die Autoposer- und Tuning-Szene mutierte zum Sorgenkind von Polizei und Politik. Die „Krone“ heftete sich an die Fersen der PS-Fans und beobachtete ein gefährliches Katz- und Maus-Spiel zwischen Tunern und Polizei. Am Ende flüchteten die Auto-Fanaten auf einen Parkplatz in Freilassing (Bayern).
Eltern des kleinen Elias unter Mordverdacht
Am 22. Oktober gegen Mittag stellt der Notarzt den Tod eines sieben Wochen alten Säuglings in einer Wohnung im Salzburger Stadtteil Riedenburg fest. Tage später ist klar: Todesursache war ein Schütteltrauma.
Hinter dem Großbrand am Salzburger Schlachthof soll ein 27-jähriger Security stecken. Der Mann gab im Polizei-Verhör zu, „etwas“ angezündet zu haben und wurde verhaftet.









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