Zeitungen wie die „Krone“ waren für Gerlinde Hötsch ihr täglich Brot. Großes Lob erhielt die Deutsch Jahrndorferin dafür unter anderem von Ortschef Bachmann. Einen Nachfolger gibt es bereits...
Täglich um 3.45 Uhr aufstehen – und das 22 Jahre lang. Das war für Gerlinde Hötsch normal. Die Deutsch Jahrndorferin hat im Jahr 2000 die Zustellung von „Krone“ und anderen Zeitungen in ihrer Heimatgemeinde übernommen und seither nur einen einzigen Tag nicht ausgeliefert. Und das nicht ganz freiwillig. „Das war 2018, als mein Sohn geheiratet hat“, lacht Hötsch. „Meine Freundinnen haben beschlossen, die Mama des Bräutigams muss bis in der Früh auf der Hochzeit bleiben. Deshalb haben sie damals ausgeliefert.“
Zwischen 4 und 5 im Postkasten
Ansonsten war die Strecke jeden Tag so getaktet, dass ihre Kunden zur selben Zeit zwischen 4 und 5 Uhr die Morgenpost bekommen haben. „Viele haben darauf gewartet, weil ein Frühstück ohne Zeitung für sie kein Frühstück war“, schmunzelt die Frau. Auch der Bürgermeister bedankte sich, genau wie viele ihrer Kunden, bei Gerlinde Hötsch. „Nach ihr konnte man die Uhr stellen. Sie war immer zuverlässig und pünktlich“, so Gerhard Bachmann.
Was ihr an der Arbeit gefallen hat? Die Ruhe.
Das war eine Stunde ohne Handy. Nur für mich. Und auch der Sonnenaufgang und der Sternenhimmel waren immer sehenswert. Außerdem habe ich da im Radio das Wetter gehört, was für unseren Heurigen wichtig war.
Gerlinde Hötsch
Ihren Nachfolger hat die Deutsch Jahrndorferin selbst gesucht. Ihm hat sie noch einige Kniffe erklärt. Denn: Ihre Kunden sind Qualität gewöhnt. Und die soll bestehen bleiben.
Auch die „Burgenland-Krone“ sagt Danke für ihre Zuverlässigkeit über 22 Jahre hinweg.
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