Es begann mit einem Tipp eines „Krone“-Kolporteurs: Der Landsmann des ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni gab den Tipp, wo man ungestört die demokratische Verfassung als Basis für die Befreiung der Heimat vorbereiten könnte: im Hinterzimmer eines Gasthauses in einem kleinen Ort im Kreuttal.
Das Ergebnis der Sitzungen im Extrazimmer des Wirtshauses „Zum grünen Jäger“ ist die noch heute gültige Verfassung des afrikanischen Staates - auch der Titel wurde beibehalten: Das „Unterolberndorfer Manifest“ aus 1985 ist in die Geschichtsbücher eingegangen - eine Verfassung, geheim entstanden in einem kleinen Exil-Ort im Weinviertel.
Das Buch erzählt die wahre Story einer Verschwörung gegen einen Diktator in Uganda - vermischt mit zeitgleichen passierten skurrilen Ereignissen.
Ferdinand Rieder über sein Werk, illustriert von Ronald Putzker
Die erste Auslandsreise des noch heute im Amt befindlichen Staatsoberhauptes galt Österreich: Schauplatz war nicht etwa die Hofburg, sondern eben das kleine Unterolberndorf.
Auch die Präsentation des neuen Buches von Ferdinand Rieder, das sich der kuriosen Historie widmet, fand in dem kleinen, aber historisch großen Ort statt. Ehrengast war Erwin Pröll - er war damals frisch gebackener Landeschef. Und er erinnert sich noch genau: „Meine Nerven waren angespannt, wenigstens hatte mein Schul-Englisch gereicht“
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