Eine Promille-Fahrt in Leutasch in Tirol endete im August mit einem Überschlag. Fünf Personen wurden dabei verletzt. Nun musste sich der Lenker (20) vor Gericht verantworten.
Obwohl er bei einer Sommernachtsparty eindeutig zu tief ins Glas geschaut hatte, ließ sich ein 20-jähriger Tiroler im August nicht davon abhalten, sich hinters Lenkrad zu setzen. Bei Leutasch kam es kurz vor 6 Uhr früh dann, wie es kommen musste.
Lenker war mit mehr als 1,2 Promille unterwegs
„Ein Reh spazierte in einer Linkskurve plötzlich über die Straße und ich versuchte noch auszuweichen“, rechtfertigte sich der Seilbahnmitarbeiter, der über 1,2 Promille Alkohol im Blut hatte. Der Wagen kam von der Straße ab und überschlug sich. Der Lenker, drei Kumpels und ein Mädchen, das die Clique erst beim Fest kennengelernt hatte, wurden verletzt.
War die Alkofahrt vorhersehbar?
„Sie hatten noch Glück im Unglück, dass nicht mehr passiert ist“, betonte die Staatsanwältin. Der Angeklagte nickte nur leicht mit dem Kopf. „Ich wollte eigentlich bei einem Kollegen schlafen und hatte gar nicht vor, noch mit dem Auto zu fahren“, betonte der 20-Jährige.
Richter Gerhard Melichar möchte diese Angabe noch überprüfen. „Es macht rechtlich schließlich einen großen Unterschied, ob die Alkofahrt vorhersehbar war oder nicht“, meinte er. Der Prozess wurde daher für einen weiteren Zeugen vertagt.
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