247 Euro monatlich

Wie das Kärntner Kinderstipendium Eltern entlastet

Kärnten
09.12.2022 22:05

Der Nachwuchs wird nicht nur bestens, sondern teils auch kostenlos betreut: Mit dem Kärntner Kinderstipendium können viele Mütter früher in die Berufstätigkeit zurückkehren.

Im kommenden Jahr wird Kärnten 90 Millionen Euro für die Elementarbildung ausgeben. Damit werden zwischen Mölltal und Lavanttal, Eisenkappel und Friesach 521 Gruppen in Kindergärten, 20 in Kinderkrippen und 223 in Kindertagesstätten finanziert. Insgesamt besuchen 19.044 Mädchen und Buben die Einrichtungen; die Betreuungsquote beträgt bei den unter Dreijährigen 27,7 Prozent, bei den Fünfjährigen 98,5 Prozent – Tendenz aufgrund der neuen Förderung weiter steigend.

Als große Chance für Eltern sieht Arztmann das Kärntner Kinderstipendium: „Finanzielle Erleichterung.“ (Bild: Wassermann Kerstin)
Als große Chance für Eltern sieht Arztmann das Kärntner Kinderstipendium: „Finanzielle Erleichterung.“

Unkomplizierte, finanzielle Unterstützung
„Das Kinderstipendium ermöglicht ja Eltern, bei der Betreuung nicht auf die Kosten sehen zu müssen“, sagt Claudia Arztmann von der Bildungsabteilung des Landes. Vor allem Frauen können so früher in den Beruf zurückkehren, da das Land seit September Betreuungsplätze mit bis zu 247 Euro pro Monat unterstützt. Die Verrechnung erfolgt direkt mit den Einrichtungen, es muss kein Antrag gestellt werden. Was noch zu bezahlen ist, sind Essensgebühren - und die Differenz, sollte die Einrichtung teurer sein als das Stipendiumlimit. Aber auch damit könnte bald Schluss sein.

Kärntens kleine Kinderwelt in Zahlen: In 694 Einrichtungen inklusive Hort und Tageseltern werden 22.300 Kinder von 3600 Mitarbeitern - davon 2900 Pädagoginnen - jeden Tag betreut. (Bild: Wassermann Kerstin)
Kärntens kleine Kinderwelt in Zahlen: In 694 Einrichtungen inklusive Hort und Tageseltern werden 22.300 Kinder von 3600 Mitarbeitern - davon 2900 Pädagoginnen - jeden Tag betreut.

Wie berichtet, ist ein neues Kinderbildungsgesetz in Ausarbeitung. Dieses sieht vor, dass alle Kinder Kärntens Anspruch auf eine Gratis-Betreuung haben. Aber können die Einrichtungen den Ansturm dann noch bewältigen? „Es werden 65 neue Gruppen gebaut“, so Arztmann.

„Und es sollen bis 2027 immer weniger Kinder pro Gruppe sein, um die Qualität der Betreuung zu erhöhen – eine langjährige Forderung der Elementarpädagoginnen wird dann endlich umgesetzt“, ergänzt Berufsgruppensprecherin Marianne Kapelarie. Statt wie derzeit 25 Kinder werden dann nur 20 von zwei Kindergärtnerinnen betreut; bei den Kleineren bleibt der Schlüssel von 15 Kindern auf drei Fachkräfte.

Alle Infos zum Kinderstipendium finden Sie hier.

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