Ein hochmodernes Trainingszentrum soll dem AC Wals helfen, an der Ringer-Weltspitze dran zu bleiben. Internationale Camps sind der erste Schritt.
Seit 1952 hat die Ringer-Hochburg Wals 13 Sportler zu Olympischen Spielen geschickt. Zuletzt kam Amer Hrustanovic 2012 und ’16 zum Einsatz, in Tokio war nach seinem Profi-Abschied keiner dabei. Um den Olymp wieder erklimmen zu können, hat der Bundesliga-Rekordmeister ein neues Basislager eröffnet. Da die örtliche Feuerwehr ausgebaut wurde, konnten auch die Ringer im ersten Stock mitziehen: Dazu zählt neben einer 270 qm großen Mattenfläche samt Kameras für Videoanalysen etwa ein hochmoderner Kraftraum mit Regenerationsmöglichkeiten und Umkleiden. „Wir haben auch immer Trainer und Ärzte oder Physios hier“, erklärt Max Außerleitner junior.
Neben Vollzeitcoach Hrustanovic sind er selbst und zwei weitere Walser ab Jänner in Teilzeit als Betreuer tätig. „Wir können jetzt viele Dinge daheim erledigen, für die wir sonst wegfahren mussten“, ist Markus Ragginger, als U23-Vizewelt- und Vizeeuropameister aktuell der Star des AC Wals, begeistert.
Gäste aus ganz Europa
Der Anspruch: International stärker an die Spitze anschließen! Seit Eröffnung im September sind Abteilungen aus Tschechien, Ungarn, der Ukraine und Georgien zu Gast gewesen, im Nachwuchs aus Deutschland und Frankreich. „Alle waren zufrieden und wollen wiederkommen. Wir planen solche Camps künftig regelmäßig“, sagt Außerleitner. Weiteres Plus: Durch die zentrale Lage finden auch vermehrt Nationalteamlehrgänge statt.
Das Projekt gilt als Baby des scheidenden Obmanns und Olympia-Teilnehmers von 1992, Toni Marchl.
Aktuell bereitet sich das Team auf das Heimfinale in der Bundesliga am Samstag dort vor. Dann soll in der Walserfeldhalle der 55. Titel gebührend gefeiert werden – erstmals seit 2019 wieder vor Zuschauern.
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