Ein deutscher Luftfahrtdirektor soll das Goldeck-Unglück, bei dem ein Arbeiter von einem Stahlseil getötet wurde, nun endgültig klären.
Auch dreieinhalb Jahre, nachdem ein Arbeiter bei Wartungsarbeiten bei der Mittelstation der Goldeck-Bergbahn von einem Seil erschlagen wurde, ist unklar, wie das geschehen konnte. Wie berichtet, halten die Bergbahnen und die Familie des Getöteten das Militär für verantwortlich.
Verwirbelungen als Ursache?
„Wir sind überzeugt, dass Verwirbelungen durch eine Bundesheermaschine das Unglück verursacht haben“, sagt Goldeck-Anwalt Gabriel Goess. „Entweder das oder UFOs - und da UFOs unwahrscheinlich sind, sollte das Militär sich der Verantwortung stellen.“ Denn insgesamt sieben Zeugen wollen eine Herkules C 130 über dem Goldeck gesehen haben - im Tiefflug, sodass auf einem nahen Fußballfeld sogar ein ordentlicher „Kracher“ für Aufregung sorgte.
Profi der Luftfahrtsicherheit
Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt, während Zivilrichterin Sarah-Maria Ritzmaier nun mit dem Deutschen Stefan Levedag einen „Guru“ der Luftfahrtsicherheit als Gutachter bestellte. Der Direktor des Zentrums für Luft- und Raumfahrt soll die Unfallursache bis März klären. Unter anderem will er prüfen, ob der „Kracher“ von Seismografen aufgezeichnet wurde. Damit könnte der genaue Unfallzeitpunkt bestimmt werden.
„Und es muss berechnet werden, ob die sogenannten Wirbelschleppen der Maschine das Stahlseil derart in Schwingung versetzt haben können“, so Levedag. Der erfahrene Bundesheer-Pilot, ebenfalls beim Prozess anwesend, schüttelt dabei den Kopf: Er will mit einer Simulation beweisen, dass ihn keine Schuld trifft.












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