Er kann's ja noch

Zum 50er: Fendrich recyled seine größten Hits

Musik
18.03.2005 15:45
Nachdem Rainhard Fendrich sich selbst zum größten Hirsch ernannt hat und uns zuletzt mit eher hochdeutschen Alben gelangweilt hat, hat man dem Entertainer zu seinem soeben begangenen 50er ein "Best of"-Album gegönnt. Arbeitswütig wie Fendrich nun mal ist, hat er aus einem einfachen "Best of" aber ein richtiges Schmankerl gemacht.
kmm
Anstatt einfach die Singles aus den letzten 25 Jahren herzunehmen, hat sich Fendrich nämlich ins Studio gestellt und die Songs neu eingespielt - zum Teil mit doch beträchtlichen Veränderungen zum Original.


Wo im Original die Akkustik-Klampfen ausgepackt worden war, erklingen jetzt plötzlich E-Gitarren, wo früher elektrisch verstärkt gespielt wurde, gibt's jetzt Lagerfeuer-Akkustik. Man kann Fendrich diesmal wirklich nicht Einfallslosigkeit vorwerfen.


Zudem singt Fendrich auf "Wien bei Nacht", "Es lebe der Sport" oder "Tango Korrupti" endlich wieder mehr in der Mundart, mit "Zweierbeziehung" und "Schickeria" gibt's auch zwei echte und schwer unterschätzte Highlights, seine hochdeutschen, unlustigen Lieder der letzten Jahre werden damit vergessen gemacht - und haben es im Großen und Ganzen völlig verdienter Weise auch nicht aufs Album geschafft! Bleibt nur zu hoffen, dass Fendrich diese Hochform auch bis zu seinen Open Airs im Sommer im Burgenland konservieren kann!


Fazit: 8,5 von 10 Hirschgeweihen
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