Die Stimmung bei den Vorarlberger Industrieunternehmen ist düster wie selten zuvor. Schuld ist die anhaltende Ungewissheit. Licht am Ende des Tunnels gibt es noch nicht.
„Die momentane Situation rund um die hohe Inflation, die exorbitant gestiegenen Energiepreise und die Lieferkettenprobleme kombiniert mit einer nicht überwundenen Corona-Pandemie hinterlassen Spuren“, sagt der Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Vorarlberg (IV), Christian Zoll.
Erst zweimal seit Beginn der Konjunkturumfragen von IV und der Wirtschaftskammer Vorarlberg war die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage und jener in sechs Monaten in der Industrie so schlecht wie im dritten Quartal 2022, und zwar zu Beginn der Corona-Pandemie und während der Wirtschaftskrise 2008.
Solange die Energiekosten am Produktionsstandort Österreich bei einem Mehrfachen des nordamerikanischen oder asiatischen Niveaus verharren, haben wir einen gewaltigen Wettbewerbsnachteil.
Christian Zoll, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Vorarlberg
Zoll macht das daran fest, dass Geschäftslage, Auftragsbestand und Auslandsaufträge auf dem gleichen gedrückten Niveau geblieben sind wie im vorigen Quartal. Beinahe die Hälfte der Unternehmen sieht auch keine Verbesserung in den nächsten sechs Monaten.
Vor allem die Energiepreise sind für den IV-Geschäftsführer ein großes Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie. „Alle Maßnahmen in Österreich kaschieren das Problem nur kurzfristig“, fordert Zoll ein Eingreifen der EU, um eine Entspannung am Energiemarkt zu erreichen.
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