Sebastian Kurz und Thomas Schmid, einst gute Freunde, mittlerweile Intimfeinde - seit dieser Woche eine noch schwerere Last für die Volkspartei. Seit die Einvernahmeprotokolle des EX-Generalsekretärs im Finanzministerium und EX-ÖBAG-Chefs bekannt sind, ist es vorbei mit der trügerischen Ruhe bei den von Kurz zur „neuen Volkspartei“ türkis umgefärbten Schwarzen. Wie „Krone“-Innenpolitikern Ida Metzger heute schreibt: „Bundespräsident Alexander Van der Bellen brachte mit seiner Rede auf den Punkt, was sich viele Österreicher und bürgerliche ÖVP-Wähler über den Status quo der Volkspartei denken: Kanzler Karl Nehammer muss zum Trümmermann mutieren und in der Partei aufräumen. Wegducken, sich hinter halbherzigen Statements - wie ,das sei die alte ÖVP´ - verstecken, funktioniert nicht.“ Der Bundespräsident habe Nehammer für diesen Schritt nach vorne „die perfekte Vorlage geliefert, die Nehammer noch fehlte, um auf die letzten Kurz-Fans in der Partei keine Rücksicht nehmen zu müssen.“ Denn mit Van der Bellens Auftrag, dass die Regierung nun die „Aufarbeitung angehen müsse“, habe der Bundespräsident das Bummerl unter den Kurz-Fans, die die Taktik präferieren, lieber Schmid als Lügner darstellen, als reinen Tisch zu machen. Mit dieser Rückendeckung, meint nicht nur Metzger, „könnte Nehammer die Reißleine ziehen und so möglicherweise vom ,Zero zum Hero´ werden.“ Aber, auch darauf wird in der Analyse hingewiesen, Nehammer fällt es schwer, „endlich klare Kante zu zeigen“. Doch die Kante - sie ist alternativlos.
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