Forderungen nach Wahl

Tirol: Rufe nach Landesrat für Regionalwirtschaft

Tirol
08.10.2022 15:41

Während die Tiroler Volkspartei und SPÖ hinter verschlossenen Türen derzeit über die künftige Landesregierung verhandeln, formulieren vor den Türen Interessensvertreter ihre Forderungen. So auch die Tiroler Industrie oder das Transitforum Austria-Tirol rund um Fritz Gurgiser, der am Freitag einen Katalog an die beiden Chefverhandler Anton Mattle und Georg Dornauer schickte.

Unter anderem fordert Gurgiser ein digitales, intelligentes Lkw-Dosiersystem zwischen Rosenheim und Verona, das bei Bedarf bzw. Überlastung auch für den Pkw-Verkehr eingesetzt werden kann.

Öffentliche Küchen müssen auf Tirol setzen
Eine zentrale Forderung ist aber die Schaffung eines neuen Ressorts für Regionalwirtschaft. „Ein Ressort, in dem die derzeit drängenden Probleme rasch und konzentriert angegangen werden, damit Lehr- und Arbeitsplätze, Steuern und Abgaben für das Gemeinwohl sowie die Kaufkraft im regionalen Kreislauf bleiben anstatt auf die weltweite Reise ohne Wiederkehr geschickt zu werden“, hat Gurgiser schon klare Vorstellungen. So soll es eine Verpflichtung für alle öffentlichen Küchen im Land geben, Fleisch, Obst, Gemüse etc. aus Tirol zu verwenden.

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Von den Kilometerfresser- und Klimakillerprodukten kommen wenig bis gar keine Beiträge unserem Gemeinwohl zugute.

Fritz Gurgiser

Es gehe nämlich um den Erhalt der Strukturen in Dienstleistung, Gewerbe, Handwerk, Industrie, Landwirtschaft, Tourismus etc., „die von unseren Großeltern und Eltern nach dem Krieg aufgebaut“ und von der heutigen Generation übernommen wurden. „Ihnen gegenüber sind wir in einer gelebten Generationenverantwortung verpflichtet, denn es sind die Betriebe, die auf der Landes- und Bundeseinnahmenseite für genau die Steuern und Abgaben sorgen, aus denen das Gemeinwohl in vielfältiger Weise finanziert wird. Von den Kilometerfresser- und Klimakillerprodukten kommen wenig bis gar keine Beiträge unserem Gemeinwohl zugute!“

„Wirtschafts-Standort absichern sehr wichtig“ 
In dieselbe Kerbe schlägt übrigens auch Tirols IV-Präsident Christoph Swarovski, der die Verhandler von VP und SP dazu mahnt, die Sicherung des Wirtschaftsstandortes als oberste Prämisse zu sehen: „Zukunftsfähige Arbeitsplätze sind nämlich die Grundlage für finanzielle Sicherheit und sozialen Frieden!“ In diesem Zusammenhang pocht er auch auf den Ausbau der Wasserkraft und eine raschere Abwicklung der Verfahren.

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