Die Inflation steigt auf 10,5 Prozent, zuletzt gab es so einen hohen Wert im Jahr 1952 - und dieses Preis-Fieber wird nicht so schnell verschwinden. Passend dazu die Herbstlohnrunde mit Forderungen von über 10 Prozent.
Auslöser dafür war und ist Putins Angriffskrieg in der Ukraine mit allen negativen wirtschaftlichen Folgen. Die „Explosion“ des Gaspreises bringt unsere Industriebetriebe in Existenzängste, die dadurch ausgelöste Verteuerung vom Strom belastet Verbraucher wie Unternehmer.
Für die heimischen Firmen ist das nunmehr hektisch eingekaufte Flüssiggas um ein Vielfaches teurer als das Russengas. Die Amerikaner als Verkäufer von LNG können sich die Hände reiben, ebenso wie andere Lieferländer. Nur zum Vergleich: Die voestalpine steht mit US-Firmen im Wettbewerb, die nur ein Siebentel (!) unserer Energiekosten haben.
Der Staat hat bei uns weit mehr als 30 Milliarden Euro aufgewendet, um die ärgsten Folgen der dramatisch gestiegenen Energiepreise abzufedern, viele weitere Milliarden werden folgen.
Der Umbau der Energieversorgung in der Industrie wird ebenfalls teuer, und das Einzige, was die EU geeint vollbracht hat, das ist die Gier nach den „Übergewinnen“. Werden die Preise dadurch sinken? Wohl nicht. Wird die Energieversorgung dadurch sicherer? Wohl auch nicht, aber das hätte keine populäre Schlagzeile „hergegeben“.
Und wir haben Sanktionen beschlossen, ohne vorher einen Plan B zu haben. Fazit: Putins Krieg kostet uns viel Wohlstand - egal, wie er ausgehen sollte ...
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