Auch Kinder an Bord
Erneut Hunderte Migranten im Mittelmeer gerettet
Ein Patrouillenboot der Europäischen Grenz- und Küstenwache Frontex und ein Schiff der italienischen Küstenwache haben insgesamt 394 Personen im zentralen Mittelmeer gerettet. 198 Personen wurden am Mittwoch im Hafen der süditalienischen Stadt Crotone ausgeschifft. 196 weitere Migranten gingen im Hafen von Roccella Jonica von Bord. Die Geretteten kamen fast alle aus Afghanistan, Ägypten, Syrien und dem Irak. Außerdem waren 40 unbegleitete Minderjährige aus Ägypten an Bord.
Das italienische Rote Kreuz versorgte die Migranten in Crotone mit Lebensmitteln, bevor es sie in das Aufnahmezentrum in Isola Capo Rizzuto brachte. Es war der achte Aufgriff im September in Crotone und die 60. seit Anfang des Jahres.
65.578 Menschen sind nach Fahrten über das Mittelmeer seit Anfang 2022 in Italien eingetroffen. Im Vergleichszeitraum 2021 waren es 42.057 und im Jahr 2020 21.042 gewesen, wie das Innenministerium in Rom mitteilte.
Flüchtlinge als großes Wahlkampfthema
Die Migrantenankünfte waren ein heißes Wahlkampfthema in Italien. Das Land wählte am Sonntag ein neues Parlament. Ein Bündnis aus Mitte-Rechts-Parteien, darunter die ausländerfeindlichen Parteien Lega und Fratelli d‘Italia (FdI/Brüder Italiens), eroberten die absolute Mehrheit im Parlament. Rechtspopulisten feierten den Wahlerfolg und gratulierten Giorgia Meloni, andere sind wenig optimistisch und warnen: „Meloni könnte eine Katastrophe für Europa werden."












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